Folge 3: Was Stranger Things mit Typografie zu tun hat (und warum Comic Sans unschuldig ist)

Shownotes

🔤 FOLGE 3: WAS STRANGER THINGS MIT TYPOGRAFIE ZU TUN HAT (UND WARUM COMIC SANS UNSCHULDIG IST)

Willkommen zur 3. Folge von Pitch nach 3! 🎙️✨ Legt die PowerPoint-Präsentationen mit den wilden 3D-Schriften weg, heute wird es ästhetisch. Wir tauchen tief in die Welt der Typografie ein und klären, warum die Wahl der richtigen Schriftart über Leben und Tod (oder zumindest über Professionalität und Kiosk-Flyer-Niveau) entscheidet.

Darüber sprechen wir heute:

  • 🍟 Ads Fetz:Wir regen uns über den neuen, KI-generierten und extrem gruseligen Header-Videostream bei Hans im Glück auf und feiern im Gegenzug die herrlich makaberen Plakatkampagnen von Scalable Capital ("Wohin mit der Asche von Oma?").
  • 📺 Die Macht der Serien-Intros: Warum Flo nach einem Stranger Things-Marathon Stephen King Vibes spürt und was Serien wie Narcos oder Dexter allein durch ihre Titelschrift richtig machen.
  • 🖋️ Typo-Basics für alle: Antiqua (mit Serifen), Grotesk (Serifenlos), Mono und Displayschriften. Was klingt wie ein alter Geheimbund, ist eigentlich nur das 1x1 der Lesbarkeit.
  • 🤡 Gerechtigkeit für Comic Sans: Ja, ihr lest richtig. Wir brechen eine Lanze für die meistgehasste Schrift der Welt. Sie ist besser als ihr Ruf – sie wird nur ständig völlig falsch eingesetzt (z.B. auf Defibrillatoren).
  • 📱 Social Media Untertitel: TikTok-Anarchie, wilde Leuchteffekte und warum Barrierefreiheit und Lesbarkeit immer vor dem Design-Ego von Video-Creatorn stehen sollten.
  • 🛑 Jennys Do's & Don'ts: Keine 5 Schriften mischen, echte Hierarchien aufbauen und bitte, bitte Finger weg von sinnlosem Schlagschatten im Fließtext!
  • 😡 Bronzezeit-Rant: Ein historischer Fun Fact zum Schluss. Wir reden über den allerersten Beschwerdebrief der Menschheit und einen Typen, der zwei Wochen lang seinen Frust über eine Kupferlieferung in Stein meißelte.

⏱️ Kapitelmarken & Highlights

(00:00) Intro & "Ads Fetz": Hans im Glücks KI-Albtraum & Scalable Capital
(00:06:47) Stranger Things, Dexter & Serien-Intros
(00:10:15) Typografie-Basics: Von Serifen und Groteskschriften
(00:19:03) Warum Comic Sans eigentlich unschuldig ist
(00:23:46) Lesbarkeit ist King: Von Büchern und Kindle-Einstellungen
(00:32:39) Social Media Untertitel: Barrierefreiheit vs. wilde Effekte
(00:46:43) Jennys Do's & Don'ts der Typografie
(00:59:05) Buchtipp "House of Leaves" & warum Effekte meistens nerven
(01:03:51) Zusammenfassung & der erste Beschwerdebrief der Welt

🔗 Erwähnte Empfehlungen & Marken Buchtipp von Flo: House of Leaves von Mark Z. Danielewski – Ein meisterhafter (und verrückter) Roman, der zeigt, was man mit Typografie alles anstellen kann.

Positiv-Beispiel: Die neue Volvo Centrum Schriftart, die rein auf Lesbarkeit und Sicherheit im Auto optimiert wurde.
Negativ-Beispiel: Der KI-Header auf der Website von Hans im Glück.

💌 Community-Aufruf: Her mit euren Logos!Wir wollen ein Experiment wagen: Habt ihr Beispiele für absolut seriöse Unternehmenslogos, die wir mal spaßeshalber in Comic Sans setzen sollen? Schreibt uns auf unseren Social-Media-Kanälen und wir basteln das für euch um!


🎙️ Über Pitch nach 3:Drei Perspektiven, eine Agentur und (meistens) ein Thema: Das ist Pitch nach 3. Wir sind Jenny (Art Direction), Roman (Video & Technik) und Flo (Marketing & Klartext) von der Agentur Onelio aus Düsseldorf. Alle zwei Wochen setzen wir uns zusammen und sprechen über das, was die Kreativbranche wirklich bewegt – jenseits von Buzzwords und LinkedIn-Weisheiten. Hier trifft Pixelschubsen auf Performancezahlen und Schnitttechnik. Ehrlich, humorvoll und immer direkt aus dem Maschinenraum der Werbung.

Folgt uns und quatscht mit!

Impressum

Transkript anzeigen

00:00:05: Sprecher 1 3 Perspektiven, ein Thema, es ist 'Pitch nach 3.

00:00:09: Sprecher 2 Willkommen zu 'Pitch nach 3' zur 3.

00:00:11: Sprecher 2 Folge unseres gemeinsamen Podcasts.

00:00:13: Sprecher 2 Wir, das sind Roman, Jenny und Flo und wir reden über Marketing, nicht wahr?

00:00:19: Sprecher 2 Wir reden nicht über Marketing, wir reden über alles.

00:00:23: Sprecher 2 Flo, worüber reden wir?

00:00:23: Sprecher 3 Wir reden heute über Typografie, aber ich bin gar nicht, heute bin ich gar nicht der Star, sondern die Jenny.

00:00:29: Sprecher 1 Es fällt tatsächlich in meinen Bereich heute, da habt ihr recht.

00:00:32: Sprecher 1 Bevor wir aber damit starten und uns dem Thema Typographie widmen, wir haben doch jetzt so 'n tollen neuen Folgenablauf.

00:00:40: Sprecher 1 Richtig, das heißt, wir starten.

00:00:42: Sprecher 3 Mit @fat, weil der Roman diesen Namen so geil fand, dass wir den nicht droppen konnten.

00:00:46: Sprecher 2 Ja, ich wollte eigentlich, dass der Podcast so heißt, jetzt ist es raus.

00:00:50: Sprecher 2 Könnt ihr mal in die Kommentare reinschreiben?

00:00:52: Sprecher 2 Nein, ist schon, ob wir alles noch mal neu machen müssen.

00:00:56: Sprecher 3 Genau, gute Idee.

00:00:57: Sprecher 3 O.

00:00:58: Sprecher 3 K., Ads Feds, da geht es da drum, was für Kampagnen, was für Themen, was für Werbung ist uns aufgefallen, positiv wie auch negativ.

00:01:04: Sprecher 3 Das war einmal ganz kurz, 10 Minuten irgendwas Aktuelles abreißen, was wir zuletzt gesehen haben oder so.

00:01:11: Sprecher 3 Und die Jenny besteht darauf, dass wir über Hans im Glück reden, weil die auf der Internetseite einen voll K.

00:01:18: Sprecher 3 I.

00:01:19: Sprecher 3 generierten Background-Videostream laufen haben, der so richtig.

00:01:26: Sprecher 1 Oder was läuft denn, nee, auf der Website, Homepage oben im Header.

00:01:30: Sprecher 3 Ach so, ja, und das ist so richtig Nightmare Stuff, so da sind dann so Pappbecher plötzlich auf den Tischen und Menschen aufschaukeln und irgendwie alles so, irgendwas zwischen Himmel und Hölle, eigentlich.

00:01:42: Sprecher 1 So, ja, die versuchen, also die haben, glaub ich, die Absicht, so 'ne richtig, so 'ne richtige Wohlfühlstimmung,

00:01:49: Sprecher 1 mit diesem Spot zu generieren und zu zeigen, so ja, wir sitzen nie mit Leuten zusammen und Gemeinschaft, uns geht es gut und dann kuscheln da irgendwelche Menschen miteinander, aber es kommt alles rüber, aber keine Emotion irgendwie.

00:02:01: Sprecher 1 Also das ist ganz, ganz schlecht gemacht, irgendwelche Schaukeln, die 3 Meter über dem Boden schweben, wo irgendwelche Leute drauf sitzen.

00:02:07: Sprecher 1 Also musst du dir mal angucken, falls du den nicht kennst.

00:02:10: Sprecher 1 Flo und mich hat das definitiv ein bisschen getriggert.

00:02:14: Sprecher 2 Ja, weil Hans im Glück, die sind ja auch, das ist ja auch eine große Kette, oder?

00:02:17: Sprecher 3 Vor allen Dingen, ja gut, Größe sagt ja nichts aus, bei Coca Cola hatten wir ja das Gleiche und auch McDonald's, Niederlande hat ja so ein K.

00:02:23: Sprecher 2 I.

00:02:24: Sprecher 2 Spot gemacht, aber können.

00:02:25: Sprecher 3 Die das nicht drehen?

00:02:26: Sprecher 3 Vor allen Dingen, was mich so, was ich so schade finde, ist, die haben halt diese cozy Locations, da ist immer so gedimmtes Licht, die haben diese Birkenstämme,

00:02:34: Sprecher 3 drin und da hättest du halt auf jeden Fall so Videomaterial rausbekommen.

00:02:38: Sprecher 1 Alles ist irgendwie so auf Natur ausgelegt, dann kommen die ja mit so einem K.I.

00:02:43: Sprecher 1 Video, das widerspricht irgendwie meiner kompletten Vorstellung von diesem Laden.

00:02:48: Sprecher 3 Das ist irgendwie sad.

00:02:49: Sprecher 1 Also mehr K.I.

00:02:50: Sprecher 1 geht nicht als in diesem Video.

00:02:54: Sprecher 3 Das andere, was ich mitgebracht hatte, das ist jetzt halt schon nicht mehr aktuell.

00:02:58: Sprecher 3 Warum ist nicht mehr aktuell?

00:02:59: Sprecher 3 Ganz einfach, weil wir diese Folge zum dritten Mal aufnehmen.

00:03:03: Sprecher 1 Na komm, also wir nehmen die eigentlich zum zweiten Mal auf.

00:03:05: Sprecher 1 Wir haben nur das Ende von der Folge 4 Mal aufgenommen, deswegen.

00:03:08: Sprecher 3 Kommt es dir ein bisschen häufiger.

00:03:12: Sprecher 3 Das war von Scalable, das war so 'ne Out-of-Home-Kampagne, die die haben so coole Plakate, das ist so 'ne Investmentfirma, du kannst irgendwas investieren, keine Ahnung.

00:03:25: Sprecher 3 Jedenfalls, die haben, die haben so richtig fancy Sprüche, einfach nur so schwarze Plakate, Typografie drauf.

00:03:33: Sprecher 3 und dann steht da halt irgendwie, das war Anfang Januar, wenn alle so ins Gym rennen, da stand dann halt so, ins Gym gehst du eh nicht, in Rente auf jeden Fall, so das ist halt schon catchy, so weil, weil es halt genauso im Januar diese Mentalität, ne, so ja, ich meld mich jetzt im Fitnessstudio an, aber ist halt so dieser Twist, so mach lieber was für deine Altersvorsorge, weil du gehst da,

00:03:57: Sprecher 3 weil komm, machen wir uns nichts vor, wie voll ist das Fitnessstudio im Januar und wie voll ist das im April, das hört dann halt schon wieder auf und die hatten auch diesen, das ist glaub ich schon 'n paar Jahre her, da hatten die diesen ein bisschen makaberen Spruch, wohin mit der Asche von Oma, so ne, aber.

00:04:17: Sprecher 1 Ich, man muss denen zugestehen, bleibt hängen, ne, das.

00:04:21: Sprecher 2 Ist halt schon, mit der Asche von Oma.

00:04:25: Sprecher 2 Boah, das Nasty, aber ist gut.

00:04:27: Sprecher 3 Ist gut, gut fürs Vorspiel, bleibt halt drin, ne.

00:04:29: Sprecher 3 Also und das halt auch eigentlich cool, dass sich so 'n Finanz, also Finanz ist ja eigentlich immer so hyperseriös, ne, oder mega Cringe ganz oft, dann wenn die cool versuchen, aber ich find, da haben die gut die Mitte getroffen.

00:04:46: Sprecher 2 Wohin mit der Asche von Oma?

00:04:47: Sprecher 2 Ich hab mal so 'ne Werbung gesehen,

00:04:49: Sprecher 2 Das war damals noch bei 'Die witzigsten Werbespots der Welt'.

00:04:52: Sprecher 2 Das hat Klaas Heufer Umlauf moderiert.

00:04:53: Sprecher 2 Das lief im Fernsehen immer, ist schon sehr, sehr lange her.

00:04:56: Sprecher 2 Da war der noch nicht irgendwie bei Zirkus Halligalli oder irgendwas.

00:04:59: Sprecher 2 Da hat der wirklich noch einfach so so 'n ****** moderiert.

00:05:01: Sprecher 2 Da gab es dann so 'n Werbespot, der da gezeigt wurde.

00:05:04: Sprecher 2 Das war dann so 'ne Frau, die die ist dann von so 'nem Bestattungsunternehmen zurückgefahren und hatte dann halt so 'ne Urne dabei und dann sah man halt so diesen ganzen Weg zurück und dann war diese Urne stand irgendwie so auf ihrem auf dem Beifahrersitz und dann gab es da noch mal extra 'ne

00:05:19: Sprecher 2 ein Shot drauf, wie das da so fährt und dann stellt sie das halt so ganz liebevoll irgendwie ins Regal und dann fällt das halt runter und geht kaputt und unten ist halt so die ganze Asche und sie ist halt so völlig schockiert und dann geht sie da so hin, denkt sich, hm, was ist das, dann greift er so rein und dann nimmt sie irgendwas aus dieser Asche raus, was irgendwie noch aus so einem Gegenstand ist und steckt sich den so in Mund und dann ist das halt so ein Kaugummi und dann war so dieser Slogan, dass das halt so ewig schmeckt.

00:05:42: Sprecher 2 also sie war und sie guckt dann halt so und ist so, oh ja, ist ja noch ganz geil, irgendwie so mäßig, ne, und das lief dann und ich hab das im Fernseh gesehen, ich so, Junge, was war das denn so, also das war auch so 'n kranker Twist, dass das so blöde Kaugummiwerbung ist, nur hin mit der Asche von Oberboot, das hat mich irgendwie, weiß ich nicht, das hab ich schon, ganz lange trag ich das mit mir rum, da war ich halt so 15 als ich das gesehen hab und immer so, boah, das ist

00:06:06: Sprecher 2 doll, irgendwie lustig, aber auch ganz heftig.

00:06:09: Sprecher 1 In Wahrheit dient unser Podcast einfach nur dazu, dass man solche Sachen verarbeiten kann.

00:06:14: Sprecher 2 Ganz kurz, ich kann damit gar nicht mehr sprechen.

00:06:17: Sprecher 3 Ganz kurz, hat nichts mit Werbung zu tun, das ist einfach so ein Meme, was gerade aktuell rumgeht.

00:06:22: Sprecher 3 Das ist so ein Reel, da schütten die auch die Asche von irgendwem so ins Meer und irgendwann, weil es halt so ewig dauert, fragt dann so einer, so wie groß war die?

00:06:30: Sprecher 3 Ja.

00:06:32: Sprecher 1 In was für einem Algorithmus seid ihr gefangen?

00:06:34: Sprecher 1 Also ich glaube, manchmal sagt es mehr über eine Person aus, als man, als man glaubt, was man so bei Instagram gezeigt bekommt.

00:06:42: Sprecher 3 Gut, dass wir nur noch 2 Minuten in dieser, in dieser Kategorie.

00:06:47: Sprecher 1 Vielleicht noch kurz anreißen, wie du überhaupt darauf gekommen bist, dass wir heute über Typographie reden, weil das war ja tatsächlich nicht meine Idee.

00:06:54: Sprecher 3 Ja, das hätte ich jetzt gleich gemacht, aber wir können auch jetzt schon drüber reden.

00:07:00: Sprecher 3 Jenny hat immer noch nicht das Ende von Stranger Things geguckt, ohne ******.

00:07:04: Sprecher 1 Nein, ohne ****** wirklich nicht.

00:07:06: Sprecher 3 Ich hab Jenny überholt und zwar hat mich meine Frau gebeten, damit ich an Silvester mit ihr das Finale gucken kann, das aufzuholen.

00:07:14: Sprecher 3 Ich hab vorher noch nie Stranger Things geguckt und so die Woche vor Weihnachten hab ich angefangen und hab dann die komplette Serie ja durchgefetzt bis Staffel 55 war das, ne, so hab dann bis zum Ende durchgeguckt und jedes Mal

00:07:28: Sprecher 3 hab ich dieses Intro so gefeiert, weil die Schrift schon so viel mit dem Setting einfach zu tun hat, weil das die gleiche Typografie ist, die Stephen King zu, ich, ich weiß nicht, ob es seine Hochzeit war, aber so in den Achtzigern, Siebzigern, Achtzigern benutzt hat, um eben da sind seine Bücher drunter erschienen und das hat er einfach schon so viel gemacht und ich saß dann jedes Mal und dachte so, obwohl ich

00:07:58: Sprecher 3 und da oute ich mich jetzt irgendwie als Hater oder so.

00:08:00: Sprecher 3 Ich kann mit Stephen King nicht viel anfangen, die Bücher nie gelesen und trotzdem wusste ich sofort, was so der Mut ist.

00:08:09: Sprecher 3 Ich wusste sofort, was irgendwie Sache ist.

00:08:11: Sprecher 3 Ich wusste sofort, so dieser Vibe war einfach sofort klar.

00:08:15: Sprecher 3 Ich mein, der Soundtrack, klar, mit diesem Synthesizer im Hintergrund und und und und und und und und fetzt natürlich auch.

00:08:23: Sprecher 2 Mega geiles Enttro, ich liebe.

00:08:24: Sprecher 3 Das, aber das ist insgesamt.

00:08:27: Sprecher 1 Mag es nicht, wenn die so eine, so eine geheime Leidenschaft tatsächlich für so Serienintros.

00:08:32: Sprecher 2 O.

00:08:33: Sprecher 2 K., warte, ich sag, Narcos, völlig geil, das hat so ein geiles Intro.

00:08:37: Sprecher 2 Habt ihr Narcos geguckt?

00:08:38: Sprecher 2 Das ist 1 mit der besten Serienintros und Game of Thrones, das muss man immer gucken, weil da wird immer die Karte gezeigt und dann weiß man, wo man ist.

00:08:44: Sprecher 2 Liebe ich, find ich sehr praktisch, was man, ah, O.

00:08:47: Sprecher 2 K., da ist, was ich auch.

00:08:49: Sprecher 1 Richtig catchy fand, war Dexter.

00:08:52: Sprecher 2 Das hab ich tatsächlich nie geguckt.

00:08:54: Sprecher 1 Ja, du musst nur das Intro sehen.

00:08:56: Sprecher 2 Zieh ich ihn gleich direkt rein?

00:08:58: Sprecher 3 Sagt halt auch viel über dich aus, dann ne.

00:09:02: Sprecher 3 Jedenfalls war dann so der Gedanke, weil ich mir dann auch, ich hab dann so in die in die Sets reingeguckt, so wie die die Werbung in der Serie gemacht haben und so und Typografie ist halt auch immer so ein bisschen so ein Kind der Zeit, ne.

00:09:15: Sprecher 3 Das heißt, es gibt so Phasen, würde ich sagen, wo bestimmte Stile

00:09:20: Sprecher 3 besonders attraktiv sind beziehungsweise gerne genommen werden.

00:09:23: Sprecher 3 Aber es gibt halt auch so Sachen, die die bleiben über 100 Jahre irgendwie gleich, sprechen wir glatt nachher auch bestimmt im Detail dann noch mal drüber und das war dann quasi so ein bisschen, ja, der Aufhänger wär geil gewesen, weil Stranger Things gerade zu Ende wär halt ein perfektes Intro für Podcast, ja, es.

00:09:41: Sprecher 2 Gibt ja noch Leute.

00:09:42: Sprecher 1 Ja, es gibt immer noch Menschen, die.

00:09:43: Sprecher 2 Das gesehen, sogar in unserer Mitte.

00:09:45: Sprecher 3 Ja, nee, aber nicht in dem, O.

00:09:48: Sprecher 3 K.

00:09:48: Sprecher 2 Geht ja schon, du hast alle, also du hast alle anderen Staffeln geguckt, du hast halt wirklich.

00:09:51: Sprecher 1 Nein, das ist ja das Problem, das ist.

00:09:53: Sprecher 2 Ja so, ich dachte, du hättest jetzt nur das noch.

00:09:55: Sprecher 1 Nicht geguckt, ich bin so irgendwie Mitte, 4.

00:09:57: Sprecher 1 Staffel.

00:09:58: Sprecher 3 Ja, gut, aber das ist schon kurz vor Schluss, du hast Angst, es vorbei, geschafft.

00:10:01: Sprecher 1 Ja, ich hatte jetzt noch mal angesetzt, aber irgendwie hab ich dann so wieder, was soll ich sagen.

00:10:07: Sprecher 2 Ich hab es so weggesuchtet, ich find es so richtig geil, ist ja auch.

00:10:11: Sprecher 3 Sag uns was über Typografie.

00:10:13: Sprecher 2 Ja, Tellers.

00:10:15: Sprecher 1 O.

00:10:16: Sprecher 1 K., ja, ich glaub, das ist halt echt trotzdem, auch wenn es jetzt nicht unbedingt brandaktuell ist, ein super Einstieg, weil es einfach zeigt, wie mächtig Schrift ist.

00:10:24: Sprecher 1 Also, wie mächtig Typografie ist und was für eine Wirkung du damit erzeugen kannst.

00:10:28: Sprecher 1 Und es ist ja überall auf der Website, bei Social Media, auf irgendwelchen Verpackungen, der Untertitel, wenn du irgendeine Serie guckst, du hast halt durch Typografie in Sekundenschnelle die Möglichkeit, dass du etwas pro

00:10:44: Sprecher 1 professionell und auch glaubwürdig wirken lassen kannst.

00:10:48: Sprecher 1 Und wenn das halt nicht der Fall ist, dann wirkt es halt relativ schnell wie so ein Billigflyer von vom Kiosk nebenan.

00:10:56: Sprecher 1 Also das macht schon tatsächlich super viel aus und ich hab das, was kommt jetzt auch so ein bisschen gesplittet in, was macht es glaubwürdig und was macht es professionell, einfach damit wir da so ein bisschen Struktur reinkriegen.

00:11:07: Sprecher 1 Vielleicht mal so am Anfang, um irgendwie noch mal zu betonen,

00:11:13: Sprecher 1 wie viel Macht das Ganze wirklich hat.

00:11:15: Sprecher 1 Stellt euch mal vor, weil Schrift ist halt nicht nur hübsch, sondern die soll immer zur Botschaft passen und da kannst du halt Einfluss durch die Wahl der Schriftart zum Beispiel drauf nehmen.

00:11:27: Sprecher 1 Und jetzt stellt euch mal einen Satz vor, den ihr mehrfach lest.

00:11:32: Sprecher 1 Also zum Beispiel, melde dich bei mir.

00:11:36: Sprecher 1 Punkt.

00:11:36: Sprecher 1 So, jetzt stellt euch mal diesen Satz vor in so einer schnörkeligen

00:11:42: Sprecher 1 Schrift zum Beispiel, oder in so einer zeitlosen, eleganten Serifenschrift oder in einer Groteskschrift.

00:11:51: Sprecher 2 Was heißt das?

00:11:52: Sprecher 1 Grotesk ist serifenlos.

00:11:53: Sprecher 1 Das könnte zum Beispiel so eine Arial sein, kennt jeder.

00:11:58: Sprecher 1 Arial ist eine Groteskschrift und das vielleicht jetzt noch in Großbuchstaben.

00:12:03: Sprecher 1 Und jetzt stell dir mal den Satz vor: Melde dich bei mir in einer Schnörkelschrift, melde dich bei mir in Großbuchstaben und vielleicht packen wir noch einen obendrauf.

00:12:10: Sprecher 1 Melde dich bei mir in

00:12:11: Sprecher 1 Comic Sans.

00:12:13: Sprecher 2 Ja, da würd ich immer, für mich würdest.

00:12:14: Sprecher 1 Du immer Comic Sans nehmen, ne, war klar.

00:12:18: Sprecher 1 Aber ich find das zeigt ganz gut.

00:12:21: Sprecher 2 Es schwingt halt so eine Stimme, dann hör ich eine andere Stimme, je nachdem wie das halt.

00:12:26: Sprecher 1 Ist so ein bisschen wie so eine typografische Variante von Schulz von Thun, Vierseiten der Kommunikation, kennt auch jeder irgendwie aus der Schule noch, mit.

00:12:35: Sprecher 2 Den 4 Ohren und den 4 Mündern.

00:12:36: Sprecher 1 Aber ich find das hat irgendwie sowas davon.

00:12:38: Sprecher 1 Also die Typografie ist so der Tonfall,

00:12:42: Sprecher 1 Indem man etwas liest, müsste man ja dann fast sagen, aber da kommt halt immer so eine gewisse Stimmung mit rum, und das kannst du natürlich dir auch zu eigen machen, wenn du jetzt anfängst.

00:12:53: Sprecher 1 'ne Typografie für deine Brand auszusuchen, weil da schwingt ja dann im Prinzip genauso was mit, je nachdem was du, was du nimmst.

00:13:00: Sprecher 1 Vielleicht willst du irgendwie, dass es, dass es feminin, dass es weiblich, dass es warm wirkt, vielleicht willst du aber auch, dass es eher hart wird und wir, männlich und kalt, männlich und kalt, genau, oder dass du, weiß ich nicht, etwas sehr Seriöses rüberbringen willst und so.

00:13:16: Sprecher 1 Das kannst du natürlich mit der Typografie total.

00:13:20: Sprecher 1 beeinflussen.

00:13:20: Sprecher 1 Das kannst du aber auch dementsprechend, wenn du es nicht richtig machst, total versauen.

00:13:24: Sprecher 1 Also, wenn du schlechte Typografie hast oder Schrift schlecht setzt, dann.

00:13:30: Sprecher 2 Was zeichnet denn so eine schlechte Typografie?

00:13:31: Sprecher 1 Das ist auf jeden Fall schnell unprofessionell.

00:13:35: Sprecher 1 Also, ich glaube, das Erste, was man irgendwie für sich ausmachen muss, ist, passt das zu mir, weil es gibt so bestimmte Schriften, die sind in der Branche oft vorherrschend, zum Beispiel so beim.

00:13:50: Sprecher 1 Griechen, wenn man mal irgendwie so ans Restaurant denkt, in welcher Schrift der der Restaurantname geschrieben ist, das ist meistens die Papyrus oder etwas Ähnliches, irgendwas Griechisch angehaucht ist.

00:14:03: Sprecher 1 In der Beautybranche hast du auch ganz oft sehr ja filigrane

00:14:10: Sprecher 1 leichte Schriften, alles was so im medizinischen Bereich ist, ist oft sehr klar, sehr professionell, genau wie im Finanzsektor.

00:14:16: Sprecher 1 Da hast du auch ganz oft eher klassische Schriften, eher so Serifenschriften.

00:14:22: Sprecher 1 Für alle, die da nichts mit anfangen können, Serifenschriften, das sind so diese mit den Häkchen am Ende, wie Times New Roman.

00:14:28: Sprecher 1 Ich glaub, das kennt jeder, so die eine der bekanntesten Serifenschriften, die.

00:14:34: Sprecher 2 Wirken halt seriös, ne.

00:14:35: Sprecher 1 Ja, die wirken seriös und das ist es halt, ne?

00:14:37: Sprecher 1 Also die, die Schrift ist so ein bisschen die Stimme der Marke, das

00:14:40: Sprecher 1 die kann freundlich sein, die kann seriös sein, luxuriös verspielt.

00:14:44: Sprecher 1 So klassisch der Serifenschrift würde man ja so was Traditionelles, Hochwertiges zuordnen, so Editorial Richtung, Handschriften, also Groteskschriften, das ist alles, was Serifen los ist, das so ein bisschen moderner, technischer, direkter.

00:15:01: Sprecher 1 Dann gibt es aber auch noch Schreibschriften, also so in die Skript Richtung, das natürlich häufig einfach schlecht lesbar, dafür aber so ein bisschen mehr.

00:15:09: Sprecher 2 Ein bisschen sympathisch, also ein bisschen persönlich.

00:15:11: Sprecher 1 Ein bisschen mehr emotional, kann aber auch kitschig werden.

00:15:14: Sprecher 1 Also kommt auch so ein bisschen drauf an, wie man es einsetzt.

00:15:17: Sprecher 1 Dann gibt es Monoschriften, die sind ein bisschen technisch nerdy, die sind ursprünglich, glaub ich, auch mal dafür entworfen worden, dass sie vom Computer auslesbar sind oder vom Computer gut verstanden werden können.

00:15:30: Sprecher 1 Und dann gibt es noch so Displayschriften, so ja, laut, charakterstark,

00:15:38: Sprecher 1 ist halt auch schnell zu viel, nimmt man eher dann so für fürs Logo irgendwie, um in Erinnerung zu bleiben.

00:15:45: Sprecher 2 Schriften, was heißt das denn?

00:15:47: Sprecher 1 Also was, ja, wird eher so für Headlines genommen, sind sehr auffällige, sind sehr große Schriften, also für Plakatwerbung zum Beispiel,

00:15:56: Sprecher 1 da ist dann häufig irgendwie ein Wort oder ein Satz in so einer Displayschrift, aber da könntest du niemals einen ganzen Fließtext drin schreiben, weil es einfach nicht lesbar ist.

00:16:04: Sprecher 1 Also das dient eigentlich in der Regel nur um kurz aufzufallen.

00:16:06: Sprecher 2 Diese von so von so Filmplakaten gab es da früher immer, diese ganz schmale.

00:16:10: Sprecher 1 Oder halt wie bei wie bei Stranger Things, also die, obwohl ja.

00:16:14: Sprecher 2 Nö, das ist doch so eine ganz normale Serifenschrift.

00:16:17: Sprecher 1 Das ist schon eine Serifenschrift, aber wenn man, wenn

00:16:20: Sprecher 1 wenn man sich sowas vorstellt, in 'n bisschen wuchtiger noch oder in so einem 3 D.

00:16:23: Sprecher 2 Charakter gesetzt, dann wär es halt auch, weil die die Credits, also die, wo die ganzen Schauspieler und so immer stehen, das ist auch nicht in dieser Schrift bei Stranger Things.

00:16:31: Sprecher 2 Also es ist wirklich nur dieses Logo und die Dings sind wieder so 'ne serienlose, eine eine grotesk Schrift.

00:16:38: Sprecher 3 Verstößt hier im Prinzip gerade massiv gegen die DIN 16 518, ne?

00:16:43: Sprecher 3 Und die besagt, das ist die Deutsche Industrienorm für die Klassifikation von Schriften,

00:16:49: Sprecher 3 die sieht nämlich Gruppen vor.

00:16:51: Sprecher 1 Hat er jetzt gegoogelt.

00:16:52: Sprecher 3 Nee, hab ich nicht gegoogelt, hatte ich vorher schon offen.

00:16:55: Sprecher 3 Das lernt man tatsächlich auch als Mediengestalter.

00:16:59: Sprecher 2 Also ich hab das nicht gelernt.

00:17:00: Sprecher 3 Ja, ich hab, hast du die Ausbildung gemacht?

00:17:03: Sprecher 2 Ich bin Mediengestalter, Bild und Ton.

00:17:05: Sprecher 3 Ah, O.

00:17:06: Sprecher 3 K., nee, also Digital und Print hieß das damals noch, Gestaltung und Technik.

00:17:11: Sprecher 3 Ja, hau raus, was aber im Prinzip leitet sich die Klassifikation von den Schriften quasi so ein bisschen von der

00:17:19: Sprecher 3 Zeit ab, in der die entstanden sind.

00:17:21: Sprecher 3 Das heißt, es fängt irgendwie an, so früher hast du ja mit Federkiel geschrieben, daher kommt überhaupt dieses.

00:17:25: Sprecher 1 Ja, ich auch nicht, Flo, red weiter, red weiter, ist O.

00:17:33: Sprecher 1 K.

00:17:33: Sprecher 1 Roman hat gesagt, so alt bin ich noch nicht.

00:17:35: Sprecher 3 Ach so, ich hab verstanden, so weit und dachte gerade so, hä, was ist.

00:17:41: Sprecher 1 Dein Blick sagte gerade so, O.

00:17:43: Sprecher 3 K., das hab ich akustisch nicht gesagt.

00:17:46: Sprecher 3 daher kommen die nämlich, weil wenn du halt mit dem Federkiel so ansetzt, dann hast du halt diese unterschiedlichen Schriftstärken auch und das Ganze mündete dann ja im Prinzip irgendwann, dann gab es ja Schreibmaschinen und so weiter.

00:17:59: Sprecher 3 Ich glaub daher kommen Monotype viel halt auch und das ist ja dann das, was ich vorhin gesagt hab, das ist immer so 'n bisschen das Kind der Zeit ist und die werden dann halt kategorisiert in quasi nach der Zeit, in der die so entstanden sind

00:18:16: Sprecher 3 beziehungsweise woran die sich so orientieren.

00:18:19: Sprecher 3 Und das Witzige ist halt, dass viele von diesen Serifen, also serifenlosen Schriften, das ist ja fast alles in diesem Kategorie grotesk und ich hab immer nicht verstanden, warum das so heißt.

00:18:33: Sprecher 3 Aber das heißt einfach so, weil die Leute dieses serifenlose Schriftbild einfach so komisch fanden, als es

00:18:41: Sprecher 3 was für uns halt grotesk, ja, ach O.

00:18:45: Sprecher 3 K., das ist halt wild, in.

00:18:48: Sprecher 1 Tarifenschriften, da sagt man auch Antiqua zu, wie was sagt man dazu, Antiqua, genau.

00:18:54: Sprecher 2 Antiqua, sind das nicht die, die mit schwarzen Klamotten da immer auf 'ne Demo gehen am 1.

00:18:58: Sprecher 2 Mai.

00:19:00: Sprecher 3 Das sind die Linear Antiqua.

00:19:01: Sprecher 3 Ja, das hab ich jetzt.

00:19:02: Sprecher 1 Woraus ist die Comic Sansan entstanden?

00:19:04: Sprecher 2 Aus welcher?

00:19:08: Sprecher 3 Wo würde man Comic, das ist 'ne gute Frage.

00:19:12: Sprecher 2 Gehörte die nicht einfach so zu diesem Standard?

00:19:13: Sprecher 3 Aber ist das nicht auch 'ne, nö, das.

00:19:15: Sprecher 1 Ist von der Powerpoint.

00:19:17: Sprecher 3 Evolution bestimmt, das ist 'ne, müsste 'ne serifenlose.

00:19:22: Sprecher 1 Ja natürlich, also Comic Sans ist auf jeden Fall serifenlos, die ist aber auch grotesk.

00:19:27: Sprecher 3 Und das auf jeden Fall ist aber nur, wenn du die nicht in einem Comicbuch druckst.

00:19:32: Sprecher 3 Aber du kannst die, du magst Comics, ja, du kannst es bei Google eingeben und dann sind plötzlich alle Google Ergebnisse in Comics, dann.

00:19:39: Sprecher 1 Ja, das wusste ich tatsächlich, das ist voll witzig, müsst ihr mal ausprobieren.

00:19:42: Sprecher 2 Comic Sans ist einfach Iconic, das ist die, die steht auch für sich, die soll gar nicht schön sein, die ist einfach, die steht für was anderes.

00:19:47: Sprecher 1 Also Comic Sans ist ja im Prinzip in unserer Branche oder vor allem so im in meinem Bereich auch so ein Dauer, ja.

00:19:57: Sprecher 3 Wir schicken der Jenny nur noch E-Mails in Comic Sans.

00:19:59: Sprecher 1 Ja, ey, wenn ihr mich triggern wollt, bitte.

00:20:03: Sprecher 3 Die Deadline ist morgen in Comic Sans.

00:20:05: Sprecher 1 Aber das Ding ist, ich glaub, Comic Sans wird bis jetzt zu Unrecht auch so gehasst, weil der von dir, ja, nee, von allen, so, aber so, ich glaub, so 'n Grafikdesigner, der setzt halt selten was in Comic Sans, muss ich ganz ehrlich gestehen.

00:20:21: Sprecher 1 Das ist ja auch keine schlimme Schrift, das ist eher nur so, weil ja,

00:20:26: Sprecher 1 Also ich glaub, die ist ihrer eigenen Popularitäten bisher zum Opfer gefallen.

00:20:29: Sprecher 2 Die kamen dann halt irgendwie, hab ich die auch noch nicht mal in einem Comic irgendwo gesehen.

00:20:33: Sprecher 1 Ja, die kamen irgendwann raus und dann?

00:20:34: Sprecher 3 Wusst ich, in Taschenbüchern nicht in Comic Sans.

00:20:36: Sprecher 2 Sind die in Comic Sans oder.

00:20:36: Sprecher 1 In, nee, ich glaub nicht, dass in, aber die wurd, glaub ich, einfach missbraucht.

00:20:42: Sprecher 1 Die wurd zu oft im falschen Kontext verwendet und da haben die Leute Hass gekriegt.

00:20:46: Sprecher 1 Eigentlich kann die Arme da gar nichts für.

00:20:48: Sprecher 1 aber jetzt hat die halt ihren Ruf weg und jetzt müssen wir damit leben.

00:20:51: Sprecher 1 Aber stellt euch doch mal vor, so 'n klassisches Logo, also daran, das betont noch mal diesen Abschnitt, über den wir gerade geredet haben.

00:20:58: Sprecher 1 Stellt euch mal so 'n klassisches Logo vor, was nehmen wir, ach was, hört mal, letztes Mal, wir können mal drauf zurückgreifen, Nivea.

00:21:05: Sprecher 1 Ja, so 'n Nivea in Comic Sans, mega, passt nicht.

00:21:10: Sprecher 3 Aber Nivea ist, Nivea ist aber halt auch 'nen spezieller Spezialfall, weil Nivea für 'ne Beautymarke

00:21:17: Sprecher 3 halt echt brachial alles mit den spitzen Kanten und den Ecken, aber das kommt soweit ich weiß, durch die Dosen, ne, genau durch die Dosen und das war halt damals, das wurde halt geprägt so und dann wurde es da reingekloppt, weil das waren ja diese Blechdosen und da ist natürlich schwierig, wenn du sowas in Masse produzierst, so

00:21:36: Sprecher 3 diese filigranen Dinger.

00:21:38: Sprecher 1 Aber du hast schon recht, für ihr, für die Branche ist das relativ untypisch, wobei die das ja mit diesem Creme, was da drunter steht, bisschen auflockern.

00:21:47: Sprecher 2 Stimmt, das ist so bisschen geschwungen.

00:21:49: Sprecher 2 Ja, ich hab zu Hause noch so 'ne Nivea Creme Packung, wo so 'n Bild von mir drauf ist.

00:21:53: Sprecher 2 Ich hab mal bei D.

00:21:54: Sprecher 2 M.

00:21:54: Sprecher 3 Gearbeitet, bist du jetzt Kind von den Kinderriegelpackungen.

00:21:56: Sprecher 2 Ich bin als Kind in so 'ne Niveadose reingefallen, bin ich da drauf geprägt.

00:22:01: Sprecher 2 Deswegen hab ich so seidige Haut.

00:22:03: Sprecher 2 Nein, ich war bei, ich hab bei D.

00:22:04: Sprecher 2 M.

00:22:04: Sprecher 2 gearbeitet und da war das 150 Jahre D.

00:22:06: Sprecher 2 M.

00:22:06: Sprecher 2 Jubiläum, nee, 50 Jahre D.

00:22:07: Sprecher 2 M.

00:22:07: Sprecher 2 Jubiläum, 50 Jahre und da war so 'n Stand von Nivea und da konnte man sich dann selber da so drauf drucken lassen.

00:22:16: Sprecher 2 Die hab ich noch zu Hause.

00:22:18: Sprecher 3 Behalt die.

00:22:19: Sprecher 1 Also, ich will ja nichts sagen, aber also ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich glaub, wir wollen die unbedingt sehen.

00:22:24: Sprecher 1 Jetzt, ich brauch so 'n Foto von deiner.

00:22:26: Sprecher 2 Ist auch glaub ich irgendwo im Keller in irgend so einer Kiste, aber ich konnt es nicht wegtun, weil ich dachte, das ist so

00:22:31: Sprecher 2 blöd.

00:22:31: Sprecher 2 Also, das ist wirklich so, das ist so eine Dose, wo ich so mein.

00:22:34: Sprecher 3 Bild, nee, das wäre Material für unsere bisher sehr vernachlässigten Social Media Kanäle.

00:22:39: Sprecher 1 Und ich find, was wir auch machen könnten, ist da hatten wir letztes Mal drüber geredet, als wir das zum ersten Mal aufgenommen haben.

00:22:46: Sprecher 1 Was so ganz witzig wäre, wenn ihr mal ein paar Sachen vorschlagt, irgendein paar Logos, die wir in meinen Comic Sun setzen.

00:22:52: Sprecher 1 Bei Nivea kann ich es mir schon vorstellen.

00:22:56: Sprecher 1 Ich glaub, dann wird noch mal richtig deutlich, wie viel Macht das Ganze hat.

00:22:59: Sprecher 1 Also, wenn man dann anfängt, irgendwie, weiß ich nicht, was haben wir noch für 'n Logo.

00:23:03: Sprecher 3 Ich hab hier gerade.

00:23:04: Sprecher 1 Telekom Logo oder so in Comic Sans.

00:23:06: Sprecher 3 In dem Wikipedia Artikel zu Comic Sans ist 'nen Bild von einem, ich sprech es jetzt garantiert falsch aus, Defibrillator oder auf Französisch, Defibrillateur, jetzt krieg ich Haufen von meiner Frau in Comic Sans und das nimmt dem Ganzen so wirklich so,

00:23:26: Sprecher 3 jegliche Ernsthaftigkeit.

00:23:28: Sprecher 1 Ja, es ist wirklich so.

00:23:29: Sprecher 1 Also ich, ich glaub daran sieht man einfach, ja, wie viel das bewirkt, wie viel Macht das hat.

00:23:35: Sprecher 1 Aber mal abgesehen davon, dass 'ne Schrift super schnell dafür sorgen kann, dass etwas glaubwürdig ist oder eben nicht glaubwürdig ist, ist es genauso mit der Professionalität.

00:23:46: Sprecher 1 Also 'ne Schrift, 'ne gute Schrift trägt auf jeden Fall dazu bei, dass etwas professionell wirkt.

00:23:52: Sprecher 1 ich glaub, das ist so das eine, was man heute mitnehmen kann.

00:23:55: Sprecher 1 Auch gute Typo zeichnet sich vor allem durch gute Lesbarkeit aus.

00:24:03: Sprecher 1 Das ist, glaub ich, für mich tatsächlich das A.

00:24:06: Sprecher 1 und O., was etwas in dem Bereich.

00:24:08: Sprecher 2 Ganze ganze Menge Metalbands auf jeden Fall nicht mögen.

00:24:13: Sprecher 1 Ja, aber das ist so ein bisschen, also ich mein jetzt nicht unbedingt beim Logo, nur ne, ich find, das muss man so ein bisschen separat betrachten.

00:24:19: Sprecher 1 Beim Logo, O.

00:24:20: Sprecher 1 K., da darfst du auffallen.

00:24:22: Sprecher 1 Ja, da macht man vielleicht auch etwas, was so 'n bisschen markanter ist und da steht die Lesbarkeit hinten an.

00:24:27: Sprecher 1 Da geht es vor allem um den Wiedererkennungswert und 'n Wiedererkennungswert, den kannst du auch haben, wenn es nicht lesbar ist.

00:24:33: Sprecher 1 Aber wenn wir davon reden, ich hab 'ne Hausschrift, ich hab irgendwelche Flyer, die ich setzen muss, oder Text auf 'ner Website, wenn das halt nicht lesbar ist, ist *******.

00:24:42: Sprecher 1 Also ich find, man sollte so 'n bisschen Respekt vor den Leuten haben, die das lesen sollen und denen nicht mehr Bausteine in den Weg legen als nötig.

00:24:51: Sprecher 1 Wenn du

00:24:52: Sprecher 1 weiß ich nicht, deine Bachelorarbeit in Comic Suns schreibst, tust du dir da garantiert keinen Gefallen mit, weil es einfach nichts ist, was in der Masse gut lesbar ist.

00:25:04: Sprecher 2 Nee, das stimmt und das ist halt generell so, aber du würdest rausstechen, auf jeden Fall.

00:25:08: Sprecher 1 Ja, du würdest rausstechen, das stimmt, aber die Frage ist positiv oder negativ.

00:25:14: Sprecher 3 Ich überleg jetzt gerade so, das Thema Lesbarkeit.

00:25:19: Sprecher 3 Früher wurde ja auch viel

00:25:22: Sprecher 3 in also hat man ja dann überlegt, O.

00:25:25: Sprecher 3 K., in welcher Schrift lass ich mein Buch drucken.

00:25:27: Sprecher 3 Ich mein, das ist beim Printmedien immer noch so, beim Kindle von Amazon kann ich mir das selber aussuchen, in was ich lesen möchte.

00:25:35: Sprecher 1 Also man, man sagt tatsächlich, wenn du jetzt so eine, wenn du ein Buch liest, werden halt immer noch Serifenschriften empfohlen, weil durch diese Häkchen wirst du halt von Buchstabe zu Buchstabe geleitet, was für das Auge angenehmer ist in der Menge.

00:25:48: Sprecher 2 Und die sind ja auch in einer Linie, dann so ne.

00:25:51: Sprecher 3 Ja, widerspreche ich, aber ich hab meins auf 'ne serifenlose Schrift eingestellt.

00:25:56: Sprecher 3 Du bist es halt vom Handy mittlerweile auch gewohnt, ne?

00:26:00: Sprecher 3 Ich mach jetzt mal ganz kurz 'nen Schwenker, weil sowohl die San Francisco, die auf dem iPhone benutzt wird, von Apple, die haben ja ihre eigene Schrift, genauso wie die Roboto, die sind ja serifenlos.

00:26:13: Sprecher 3 Und wenn du dir

00:26:15: Sprecher 3 ich mein, wie viel, wie oft liest du einfach Sachen auf dem Handy?

00:26:18: Sprecher 1 Ich glaub, der Trend geht da auch hin.

00:26:19: Sprecher 1 Also ich glaub, viele Bücher sind mittlerweile in serifenlosen Schriften gesetzt.

00:26:26: Sprecher 1 Ist ja auch auf der Website so, also ne, Fließtext auf der Website, ist fast immer serifenlos.

00:26:31: Sprecher 2 Also ich hab mal 'ne Zeit lang im Radio gearbeitet oder war es immer so, wenn wir die Texte für die Leute, die das dann vorgelesen haben und so, da fertig gemacht haben in der Redaktion, dann war da immer 'ne ganz klare Vorgabe von

00:26:43: Sprecher 2 Zeilenabstand, Schriftgröße, Schriftart oder so, weil das so angeblich, also es wurde mir so gepitcht, als das ist das Nonplusultra der Lesbarkeit und das waren auf jeden Fall so, es war so stinknormale Arial Schrift, aber halt ja.

00:26:56: Sprecher 1 Jetzt, wo wir bei Professionalität sind, fällt euch irgendwas ein, kommt euch irgendwas im Kopf, vielleicht auch irgendwas, was ihr schon mal irgendwo bei unseren Kunden oder so gesehen habt vorher, was euch aufgefallen ist oder irgendwo im,

00:27:11: Sprecher 1 also in der Welt da draußen, ja, fällt euch irgendein Fehler ein, so ein klassischer Typofehler.

00:27:17: Sprecher 3 Ja, gut, nee, weil wir beschäftigen hier nur Top Designer.

00:27:21: Sprecher 1 Ja, aber ich mein, die Leute, die bei uns ankommen, die haben ja nicht immer schon das perfekte Setting.

00:27:31: Sprecher 3 Ja, also ich, ich, ich hatte letztens 'n Kunden, die machen Gravuren, Unternehmen aus Solingen, die da ist die

00:27:41: Sprecher 3 Schrift auf der Website ist halt, also die Fließtextschrift ist so 'ne klassische Headline Schrift, die siehst du unter 20 Pixel, bricht die halt auch auf dem Display, weil die Linien zu dünn sind und du nichts erkennen kannst.

00:27:54: Sprecher 3 Sowas ist natürlich kompletter Käse, sowas muss man dann halt rausnehmen, weil du kannst sowas natürlich dann für 'ne Überschrift benutzen, aber für 'n Fließtext, ja, es macht halt auch keinen Sinn, 'nen Fließtext irgendwie in

00:28:08: Sprecher 3 22 Pixel Größe oder so, weil dann hast du ja irgendwie 3 Buchstaben pro Zeile und dann hast du die nächste Zeile auf dem Handy.

00:28:18: Sprecher 3 Was ich aber bei unseren Designern beobachte, ist, ah ja, ja, also so 'n ganz beliebter Trick hier ist ja, wir nehmen irgendwie so 'ne neutrale Schrift für Fließtext und dann noch irgendwie so 'n bisschen was Auffälliges für die Headline.

00:28:31: Sprecher 3 und dann schmuggeln wir immer noch so 'ne Handschrift mit rein.

00:28:33: Sprecher 1 Oh, das bin nicht ich, da möchte ich mich von ausschließen.

00:28:36: Sprecher 3 So 'ne persönliche Note ist eigentlich 'n ganz netter Kniff, muss man aber halt auch da drauf achten, wo setze ich es ein, weil wenn ich das irgendwie so, also wenn ich das irgendwie für die Navigation vom Nutzer brauche, dann ist es halt schwierig.

00:28:49: Sprecher 3 Also so als echte Headline kannst du es nicht benutzen, wenn es jetzt irgendwie so die Unterschrift nachahmt, so hier mit besten Grüßen, handgemacht, was weiß ich, dann ist es natürlich schon so 'n nice Touch.

00:29:00: Sprecher 2 Irgendwie cool.

00:29:01: Sprecher 2 Ja, du hast das auch schon öfter gesehen.

00:29:02: Sprecher 1 Ja, aber ich bin tatsächlich eher so Fraktion, Lesbarkeit steht, steht an erster Stelle.

00:29:13: Sprecher 1 Ich bin so eher Typ Struktur und Ordnung.

00:29:15: Sprecher 3 Ja, aber so 'ne Unterschrift von einem Arzt kann eh keiner lesen.

00:29:18: Sprecher 1 Also ja, das stimmt, das stimmt, dieses.

00:29:21: Sprecher 3 Meme Ibuprofen, das ist ja auch eine.

00:29:23: Sprecher 2 Geile Schriftart, einfach nur so ein langes Würmchen.

00:29:27: Sprecher 1 Ja, aber ich wär wirklich

00:29:29: Sprecher 1 Immer also, wenn ich mich entscheiden müsste, ich würd sagen, immer erst Lesbarkeit und dann dann Style, weil es einfach sonst super viele Nachteile haben kann.

00:29:36: Sprecher 1 Wenn wir jetzt mal bei euch gucken, ne?

00:29:38: Sprecher 1 Also, ich mein, wir reden ja die ganze Zeit jetzt irgendwie über meinen Bereich und es ist klar, dass ich viel mit Typografie zu tun hab.

00:29:43: Sprecher 1 Aber wie sieht es denn im Marketingbereich aus bei dir?

00:29:46: Sprecher 1 Fällt dir da direkt was ein, was unverzichtbar ist, was typografisch zu beachten ist, damit du am Ende das erzielst, was du erzielen möchtest?

00:29:58: Sprecher 1 Weißt du, wie ich das meine?

00:29:59: Sprecher 3 Ja, ich meine im Marketing, in der Programmierung ist die Hierarchie von Schriften immer prinzipiell immer schon so ein bisschen vorgegeben.

00:30:06: Sprecher 3 Wir haben dieses HTML Tag H1, H2, H3, H456 und die H1 und H2 sind halt für Google so quasi die Dinger, wo die sagen, jo, das ist Inhalt, mit dem ich mich beschäftige.

00:30:18: Sprecher 3 Und wenn die dann natürlich so gesetzt ist, dass die irgendwie kleiner ist, dann hast du es halt auch mit dem Inhalt der Seite dann irgendwie schwieriger.

00:30:25: Sprecher 3 Es gibt Ausnahmefälle, wo man das halt ein bisschen drehen kann.

00:30:29: Sprecher 3 Aber so auch für Barrierefreiheit ist im Prinzip halt schon wichtig, dass die so in einer in einer Reihenfolge im Prinzip benutzt werden.

00:30:39: Sprecher 3 Und klar, Lesbarkeit ist super wichtig.

00:30:43: Sprecher 3 Beste Beispiel war jetzt unsere Azubi-Kampagne, die extrem erfolgreich war.

00:30:48: Sprecher 3 Wir haben ja richtig viele Bewerbungen reinbekommen, weil wir halt

00:30:53: Sprecher 3 so die Message, dass dass so wir suchen, ne, war ja das erste, was du gesehen hast, das war das Größte und alles andere, so was sind Benefits, wen suchen wir und so weiter, das kam dann halt danach.

00:31:06: Sprecher 3 Aber das Wichtigste war halt diese Message, so wir suchen und das muss dann halt ordentlich dargestellt werden und das muss halt sofort lesbar sein, gerade in Social Media, da wo die Aufmerksamkeitsspanne halt.

00:31:18: Sprecher 3 extrem geringes.

00:31:19: Sprecher 1 Lass uns gleich auch noch mal über Video reden, was ich vielleicht noch als Ergänzung dazu hätte.

00:31:23: Sprecher 1 Du, du loggst ja in der Regel mit so einer Anzeige die Leute dann halt auch auf einer Homepage und wenn du die da jetzt nicht vernünftig führen würdest, mal abgesehen von diesen Text H1 H2 H3, das muss halt auch dementsprechend gestylt sein, dass du da irgendwie Struktur reinkriegst, dass du die Leute dahin kriegst, wo du die hin haben willst.

00:31:41: Sprecher 1 Wenn du einfach nur einen Text hättest, der komplett gleich aussieht und du nichts unterscheiden kannst, dann liest das halt auch keiner.

00:31:47: Sprecher 3 Ja,

00:31:48: Sprecher 3 Wobei so 'ne kleine Einschränkung, also manchmal ******** wir auch auf Typografie und das ist dann, wenn wir Geschwindigkeit drüber setzen müssen.

00:31:59: Sprecher 3 Also nicht auf Lesbarkeit, sondern du kannst, wenn der zurückfällt, meinst du auf so 'ne, nee, nicht nur das, können wir gleich auch noch mal drüber sprechen, sondern gerade so Google Ads und so weiter, diese responsive Anzeigen, da hast du feste Schriftschnitte, aus denen du wählen kannst.

00:32:17: Sprecher 3 du nimmst dann das, was deiner Unternehmensschrift irgendwie am nächsten kommt, aber du kannst nicht deine Schrift hochladen, weil sonst ist es.

00:32:23: Sprecher 1 Halt, das ist klar, das mein ich auch nicht unbedingt.

00:32:27: Sprecher 3 Aber da weichen wir dann halt zum Beispiel vom Corporate einfach ab, weil wir gar nicht anders können, ne?

00:32:31: Sprecher 1 Ja, das ist halt auch die Frage, da vielleicht auch mal so in Richtung Social Media, da hast du ja auch irgendwie viel mit zu tun mit Videos und Realtor schneidest.

00:32:39: Sprecher 1 Die Diskussion hatten wir zwischen Tür und Angel immer schon mal wieder, was so Untertitel halt auch angeht.

00:32:45: Sprecher 1 und Lesbarkeit und nimmt man da jetzt die Hausschrift, die ich immer habe, also die, die Schrift des Kunden, die vielleicht nicht optimal immer geeignet ist, nimmt man die, die mir gerade in den Kram passt.

00:33:00: Sprecher 1 Kannst du ja mal was zu sagen, wie?

00:33:01: Sprecher 2 Wir, ja, ich finde also Social Media Untertitel sowieso immer so ein bisschen so eine schwierige Sache, weil halt auch sowas mit so

00:33:10: Sprecher 2 korrekten Schreiben und Zeichensetzung und solchen, also ich find irgendwie so, so Untertitel im Social Media, gerade bei so TikTok und sowas, hat einfach komplette Anarchie, weil das halt so, ja, also da gibt es halt wirklich riesen Unternehmen, die ihre Social Media Auftritte, da sind dann Rechtschreibfehler in dem Untertitel drin, aber es ist so, who cares, also es ist halt irgendwie allen völlig egal und so bisschen ist es halt auch mit dieser Schriftart, klar ist das jetzt so diese Extrameile gehen, wenn man jetzt sagt, man nimmt die Hausschriftart und an sich ist das ja auch kein Akt,

00:33:38: Sprecher 2 Wenn das irgendwie ne lesbar ne gut lesbare Schrift ist, so gerade beim.

00:33:42: Sprecher 2 Titel gibt es ja komplett zu 100% um Umlesbarkeit.

00:33:45: Sprecher 2 So, du musst ja einfach lesen können, was er sagt.

00:33:48: Sprecher 2 Wenn du jetzt irgendwie eine Hausschrift hast, die eben auf der Webseite benutzt wird oder so und die ist ganz cool, dann würde ich die schon auch nehmen.

00:33:56: Sprecher 2 Aber grundsätzlich, also es gibt ja bei bei TikTok und so diese ganzen Funktionen mit Untertiteln, die haben ja ihre Auswahlanschriften

00:34:04: Sprecher 2 und mittlerweile wählt sich da sowieso jeder einfach ihren Kram aus und die haben ja dann auch immer so gewissen Wiedererkennungswert.

00:34:09: Sprecher 2 Also wenn du halt viel auf TikTok, viel auf Social Media unterwegs bist, dann erkennst du eben diese Schriftarten und ich glaub, das ist dann so eher in Richtung, so ein Effekt, dass du das fast unangenehm findest, wenn das nicht diese Schriftarten sind.

00:34:21: Sprecher 3 Du bist dann voll der Fremdkörper und du wirst dann eben ganz oft auch direkt als Werbung eben, weil die Creator.

00:34:30: Sprecher 3 die haben keine Hausschrift, also in der Regel haben die halt kein, ne, die haben ein, die.

00:34:33: Sprecher 1 Nehmen das, was gerade im Trend.

00:34:35: Sprecher 3 Ist, genau, und du wirkst dann direkt wie so ein Fremdkörper, halt eben und.

00:34:39: Sprecher 2 Das ist halt grundsätzlich alles immer so ein bisschen rudimentärer bei so Social Media Sachen, also es ist halt, man, man bedient sich dann vielleicht dann doch eher in diesen Presets, halt.

00:34:49: Sprecher 1 Was ja auch eine Zeit lang so im Trend war oder immer noch ist, also es kommt so ein bisschen auf die Blase an, sind diese gestylten Untertitel,

00:34:58: Sprecher 1 die so aufwendig sind, weißt du, was ich meine, die so überall aufpoppen und dann haben, dann haben die verschiedene Schriftarten und so.

00:35:05: Sprecher 1 Flo, du guckst halt, ob du nicht weißt, was ich meine.

00:35:07: Sprecher 3 Nee, ich war jetzt bei einem Lyric Video.

00:35:10: Sprecher 1 Ja, das ist, oh, Lyric.

00:35:11: Sprecher 2 Videos, ja, die gab es auch früher immer.

00:35:13: Sprecher 3 Gibt es immer noch, ist halt ähnlich, K.

00:35:16: Sprecher 3 Pop Demon Hunters, jeden Tag.

00:35:19: Sprecher 3 Also da gibt es die Lyrics Videos jetzt bei Netflix, damit du diese Songs mitsingen kannst.

00:35:23: Sprecher 2 Echt, ja,

00:35:25: Sprecher 2 Ja, also wenn, wenn das das, was ich weiß nicht, ob du das meinst, aber halt auch gerade bei so Reels, die dann irgendwie so besonders fancy von so Creatorn irgendwie dann halt auch so 'n, also wie gesagt, es ist halt erstmal auf jeden Fall dann Geschmackssache und halt auch so 'n bisschen 'ne Frage von dem Bereich.

00:35:39: Sprecher 2 Also wenn ich jetzt selber irgendwie Video Creator bin und ich präsentiere mich auf Social Media als Video Creator.

00:35:45: Sprecher 2 dann ist es halt vielleicht auch einfach so ein bisschen so ein Flexen, einfach zu zeigen, was man so kann, das halt überall hinterm Kopf und das ist maskiert und da plottet irgendwas auf und das ist ja einfach auch aufwendig, so und das dann eben so zu demonstrieren.

00:35:56: Sprecher 2 Aber ich find es grundsätzlich für den Zweck Untertitel absolut ungeeignet, weil mich nervt das jedes Mal, wenn ich irgendwie so was sehe und er läuft da durchs Bild und hinter ihm sind die Untertitel und es plottet alles auf und nicht mehr.

00:36:09: Sprecher 2 Na ja, vor allem geht es ja eben dadrum, dass viele Leute Social Media mittlerweile ohne Ton halt auch konsumieren.

00:36:15: Sprecher 1 So, das ist einfach ein Barrierefreiheitsfaktor.

00:36:18: Sprecher 2 So, und dann ist es absolut überhaupt nicht förderlich, wenn die Untertitel irgendwo in irgendeiner hintersten Nische irgendwo auftauchen und hinter seinem Kopf sind und was weiß ich, das sieht dann ganz cool aus und du kannst halt nicht lesen, was da steht und das ist dann halt irgendwie nicht so richtig sinnführend.

00:36:32: Sprecher 2 Ne, aber wenn das halt so als als Stilelement genutzt wird, um zu zeigen, ey, guck mal, ich bin hier irgendwie der Video

00:36:38: Sprecher 2 Creator X.

00:36:39: Sprecher 2 Y.

00:36:40: Sprecher 2 und ich mache irgendwie tolle Titel, die durch die Gegend fliegen, dann ja, von mir aus, aber ich finde es, also das ist dann kein Untertitel mehr, das ist dann halt ein ein Grafikinsert, das ist dann halt ein ein Stilelement, so.

00:36:51: Sprecher 1 Ja, bin ich ganz bei dir.

00:36:52: Sprecher 1 Also ich glaub, das hat seine Daseinsberechtigung.

00:36:55: Sprecher 3 Gerade die Jenny mobben, sollen wir die Jenny mobben?

00:36:58: Sprecher 3 Ja, Schlagschatten.

00:37:02: Sprecher 2 Magst du keinen Schlagschatten mehr an Schriften?

00:37:06: Sprecher 2 Warum nicht?

00:37:07: Sprecher 2 Ich, ganz ehrlich, das ist für die Lesbarkeit absolut.

00:37:13: Sprecher 3 Lesbarkeit über alles, hat sie getönt und jetzt bitte auf YouTube gucken, was für ein Gesicht die gerade gemacht hat.

00:37:18: Sprecher 1 Ja, das das Ding ist, die wussten aus der letzten Aufnahme schon, dass sie mich damit kriegen, aber da war ich richtig pissig.

00:37:26: Sprecher 1 Schade, dass wir das nicht.

00:37:27: Sprecher 2 Aber das ist jetzt dann aber auch wirklich ein kleines bisschen rückgratlos, irgendwie, wenn du jetzt sagst, dass du irgendwie auf Lesbarkeit so alles setzt, aber Schlagschatten findest du doof, weil.

00:37:35: Sprecher 1 Es kommt drauf an, in welchem, in welchem Kontext.

00:37:39: Sprecher 1 Wenn du jetzt als Untertitel da einen leichten Schatten setzt, damit es besser lesbar ist und sich besser vom Hintergrund abhebt, da hab ich nichts gegen.

00:37:46: Sprecher 1 Aber wenn du jetzt anfängst, das nächste Fashionmagazin mit Schatten hinter der Schrift zu setzen, weil du irgendwie noch einen zweiten Schriftstil brauchst, dann ist das.

00:37:56: Sprecher 2 Aber gut, ich mein, bei so einem Fließtext wär es natürlich auch heftig, da einen Schlagschatten zu machen.

00:37:59: Sprecher 1 Also es kommt da auch wieder auf den Kontext an, absolut.

00:38:01: Sprecher 1 Aber ich bin schon nicht der allergrößte Freund von.

00:38:04: Sprecher 1 hat man gar nicht gemerkt, so Glow nach außen oder so Outlines.

00:38:10: Sprecher 2 Oder so, wie bei diesen so ganz alten Memes, noch zu so einer Nine Gag Zeit, wo dann immer so 'ne weiße Schrift mit so einem schwarzen Rand nach außen immer, das war doch immer so diese eine eine Schriftart, diese eine Schrift von irgend so einem Meme Creator App oder so, was man.

00:38:23: Sprecher 3 Machen kann, ganz viele Memes benutzen auch unseren Favorite Comic Sans, ne.

00:38:28: Sprecher 2 Aber halt auch wieder einfach aus Joke, wahrscheinlich.

00:38:32: Sprecher 3 Der wird nicht weggehen.

00:38:35: Sprecher 1 Ja, ja, ja, nee, aber ich glaub, das das zeigt schon auf jeden Fall, wie wie wichtig Lesbarkeit tatsächlich ist.

00:38:43: Sprecher 1 Und das Gute ist halt einfach, um gute Typografie zu machen, du brauchst nicht irgendwie die krasseste, teuerste Schrift, du musst einfach die gut verwenden.

00:38:57: Sprecher 1 Also ich würd sagen, 90% Typografie ist einfach nur Handwerk.

00:39:02: Sprecher 3 Aber die Entwicklung von so einer Typografie ist ja auch Handwerk.

00:39:05: Sprecher 3 Wir nehmen jetzt mal so 'ne Areal und legen die neben 'ne Helvetica.

00:39:12: Sprecher 3 So, da geht es ja dann wirklich so um Details, ne?

00:39:15: Sprecher 3 Und auch da, ich glaub, viele Leute so auf den ersten Blick würden gar nicht den Unterschied ausmachen können, aber finden die eine schöner als die andere.

00:39:26: Sprecher 3 Warum?

00:39:30: Sprecher 3 und an dieser Stelle beenden wir den Podcast, weil Jenny und Jenny, Jenny Exe stopped working.

00:39:36: Sprecher 1 Also nee, also es ist halt schon, es spielt schon 'ne Rolle, wie zum Beispiel auch, dass die Unterschneidungen bei Buchstaben sind und die, jetzt lass mich doch mal ausreden, ich erklär das schon noch.

00:39:51: Sprecher 1 Also es gibt gewisse Buchstabenpaare, also zum Beispiel bei so einer Monotypeschrift, da hat jeder Buchstabe genau gleich viel Platz

00:40:00: Sprecher 1 und dadurch kriegst du halt, je nachdem, was du für Buchstaben nebeneinander hast, manchmal auch so, ja, unschöne Lücken.

00:40:07: Sprecher 1 Und wenn du die Unterschneidungen da mit drin hast, dann wird das halt optisch ausgeglichen, so dass es für dich angenehmer zu lesen ist.

00:40:16: Sprecher 2 Ah, aber nur bei bestimmten.

00:40:17: Sprecher 1 Bei bestimmten Buchstabenpaaren, die sind da näher aneinander als andere.

00:40:21: Sprecher 1 Und ja, boah, crazy, ist ja voll die Wissenschaft, so eine, so eine, das ist, glaub ich, wirklich eine richtig krasse Wissenschaft.

00:40:28: Sprecher 2 Musst du ja jeden,

00:40:29: Sprecher 2 Ja, N.

00:40:29: Sprecher 2 neben A.

00:40:30: Sprecher 2 A.

00:40:31: Sprecher 2 neben N.

00:40:32: Sprecher 2 O.

00:40:33: Sprecher 1 Neben F.

00:40:33: Sprecher 1 und diese Löcher zum Beispiel im A., das nennt man Punze, wenn die jetzt halt zum Beispiel nicht so groß ist, also wenn du eine relativ kleine Punze hast, dann wirkt der Buchstabe ein bisschen klobiger, aber sobald du den kleiner machst, wird der halt dadurch auch unleserlicher.

00:40:47: Sprecher 1 Also, also es gibt ganz viele Faktoren bei so einer Schrift, die darüber bestimmen, wie gut kann ich das lesen, was für ein Eindruck macht die.

00:40:54: Sprecher 1 Ja, und natürlich, ich, das ist auch Handwerk, so eine Schrift

00:40:59: Sprecher 1 zu entwerfen und zu entwickeln und da bin ich, da bin ich ganz bei dir und da sind meistens die Nuancen entscheidend.

00:41:07: Sprecher 1 Ihr zum Beispiel Volvo, habt ihr mitkriegt, die haben jetzt eine neue Schrift, ja Volvo, nee, mhm, ist relativ, ist relativ krass, weil die Schrift ist absichtlich sehr langweilig.

00:41:22: Sprecher 3 Das klingt nach dem klingt nach dem Marketing von Dacia, mhm.

00:41:26: Sprecher 1 Also ich mein, Volvo ist ja eh dafür bekannt, ne?

00:41:28: Sprecher 1 Die sind, die sind, das sind solide, sichere Fahrzeuge, damit werben die ja schon seit Jahren.

00:41:32: Sprecher 1 Erfinder des Dreipunktgurtes, die wollen genau, die wollen nicht auffällig sein oder jetzt hier mega spritzig und das spiegeln die jetzt auch in ihrer Schrift wieder.

00:41:41: Sprecher 1 Die haben eine Schrift entwickelt, die heißt Volvo Centrum, glaub ich,

00:41:49: Sprecher 1 weil die jetzt auch ihr hundertjähriges, glaub ich, bald haben, ihr Jubiläum.

00:41:52: Sprecher 1 Das haben die daran angelehnt und die Schrift, die ist darauf ausgelegt, dass man sie extrem gut lesen kann.

00:42:01: Sprecher 1 Das soll die Sicherheit erhöhen.

00:42:03: Sprecher 1 Wenn du jetzt zum Beispiel auf dem Navi die neue Schriftart von denen dann eingeblendet kriegst, soll die besser und schneller lesbar sein, wodurch du weniger lange auf dieses Display schauen musst, wodurch wiederum deine Sicherheit beim Fahren.

00:42:18: Sprecher 1 erhöht wird, find ich voll gut.

00:42:20: Sprecher 1 Ja, ich find das auch gut, das passt vor allem total zu deren Markenimage und die sagen halt, wir stellen an der Stelle, weil mit Typografie ist es ja oft so, oder mit einer Hausschrift ist es ja oft so, dass du dich selber in den Fokus rückst, du willst dich von anderen abgrenzen und Volvo sagt, nee, wir stellen unsere Kunden in den Vordergrund, weil uns ist wichtiger, dass die auf der sicheren Seite sind, dass die die Schrift gut lesen können und wir rücken uns selber in den Hintergrund.

00:42:46: Sprecher 3 Das ist aber tatsächlich so, also jetzt ohne zu viel Werbung für die machen zu wollen, aber das ist tatsächlich so ein bisschen deren Marketing schon immer, weil die haben damals das mit dem Dreipunktgurt, das war kein Scherz, sondern die haben das Ding quasi patentfrei rausgegeben, weil die gesagt haben, lebende Menschen kaufen mehr Autos.

00:43:05: Sprecher 3 Also ne, stellen wir auch da, die Sicherheit als erstes ist schon.

00:43:11: Sprecher 1 Also ich fand es, ich fand es gut, ich fand es gut, das passt so richtig zu deren gesamten Markenauftritt.

00:43:21: Sprecher 3 O.

00:43:23: Sprecher 3 K., die ganz kurz noch mal zurück, Arial Helvetica, weil ich es gerade gelesen hab.

00:43:27: Sprecher 3 Ich dachte auch immer, das Arial wär so irgendwie so 'n Abklatsch von der Helvetica, damit die so der breiten Masse zur Verfügung steht, weil Schriftlizenzen und so kostet ja auch alles Geld.

00:43:37: Sprecher 3 Tatsächlich soll die Arial aber entwickelt worden sein als Alternative, weil die Helvetica auf dem Display nicht so

00:43:45: Sprecher 3 gut zu lesen war.

00:43:46: Sprecher 3 Apple sah das irgendwie 'ne ganze Zeit lang ganz dolle anders, bis die jetzt ihre eigene Schrift, die ja sehr in die Richtung geht, auch ne, entwickelt haben.

00:43:59: Sprecher 3 Fand ich ganz spannend, weil das ist so 'n gängiges Klischee, so Areal ist die billige Helvetica.

00:44:06: Sprecher 2 Das kannte ich nicht, das Klischee, aber die Bildschirme und so von Apple waren ja auch schon grundsätzlich früher auch immer ein kleines bisschen besser.

00:44:12: Sprecher 2 Vielleicht hat das damit auch zu tun.

00:44:14: Sprecher 2 also weil die haben einfach irgendwie immer wesentlich hoch auflösen, also schon das erste iPhone und die danach folgenden Dings, also das ist ja auch bis heute immer noch so, dass so irgendwie, weiß ich nicht, also schon, schon von dem, von dem Look her immer ein sehr großer Unterschied von den Displays, die haben ja eben Retina da gehabt und so.

00:44:30: Sprecher 2 Vielleicht funktionierte die Helvetica auf Helvetica auf den Dingern halt gut, aber auf so einem stinknormalen Otto Normalverbraucher Bildschirm halt nicht.

00:44:38: Sprecher 1 So, was man auch immer checken sollte, ist ob das mobil funktioniert.

00:44:43: Sprecher 1 weil eine Schrift sieht noch mal mobil ganz anders aus.

00:44:46: Sprecher 1 Also da sollte man auch immer drauf achten, wie die Wirkung ist und dass das gut lesbar ist und so.

00:44:52: Sprecher 1 Ja, sollen wir vielleicht mal das Ganze so ein bisschen anwenderfreundlich gestalten und mal über so ein paar Sachen reden, die man machen sollte oder nicht machen sollte?

00:45:03: Sprecher 2 Ja, Jennys, Dos und Don'ts.

00:45:08: Sprecher 1 Was wolltest du sagen, Flo?

00:45:09: Sprecher 1 bevor der Roman mich hier so toll anmoderiert hat.

00:45:12: Sprecher 2 Das mach ich nur einmal, ich werd das nicht noch mal machen.

00:45:13: Sprecher 2 Was du jetzt gesagt hast, hat voll rein gegrätscht.

00:45:16: Sprecher 3 Ja, aber ich bin auch traurig, warum, dass die Pflanze den Roman nicht ins Gesicht piekst.

00:45:21: Sprecher 2 Guck mal, und dafür hat er jetzt hier so mein mega krankes Intro gecrasht, weil der mir Schmerzen wünscht, eigentlich, und das wollt er einfach noch mal einmal sagen.

00:45:29: Sprecher 1 Ja, wir, also das sollte man jetzt eigentlich nicht tun, dass wir die ganze Zeit darüber reden, wie Iconic diese erste

00:45:36: Sprecher 1 Variante der Typofolge war.

00:45:38: Sprecher 2 Ich bin, ich hab die ganze Zeit so getan, als wär das hier die erste Folge, die wir aufgenommen haben.

00:45:43: Sprecher 3 Ich bin einfach nur traurig, dass ich diesen Lachflash, dass das.

00:45:46: Sprecher 1 Vielleicht mal irgendwie für alle zur Erklärung, in der als wir das das erste Mal aufgenommen haben, hat die Pflanze irgendwann Roman angegriffen und Flo hat sich nicht mehr eingekriegt.

00:45:56: Sprecher 3 Und, weil der Roman halt aussah, wie so ein Opfer von einem Jaguar irgendwo in der

00:46:03: Sprecher 3 afrikanischen Wüste, wo die Fliegen im Auge schon so komplett regungslos.

00:46:09: Sprecher 3 Der hat das Auge auch nicht zusammengekniffen oder so, sondern er hat die Pflanze einfach so die Hornhaut ritzen lassen.

00:46:16: Sprecher 2 Keine Ahnung, ich hab mich einfach nicht aus dem Konzept bringen lassen und hab gesagt.

00:46:19: Sprecher 3 Ich schon, ich hab, ich hab Tränen gelacht und.

00:46:24: Sprecher 2 Das war großartig, dass ich meine,

00:46:26: Sprecher 2 mein Leid so amüsiert.

00:46:27: Sprecher 1 So, kommt, wir müssen jetzt hier über Dos and Don'ts reden und so, weil sonst ist das Essen gleich da.

00:46:32: Sprecher 2 Ja, was gibst du denn jetzt unseren Kunden, potenziellen Kunden, Interessenten, Interessentinnen mit, die sich das jetzt hier anhören und sich denken, das ist ja alles ganz toll, aber was kann ich denn tun?

00:46:43: Sprecher 1 Ja, genau das hab ich mich vorher auch gefragt, weil ich wollte die Folge so ein bisschen ja anwendungsfreundlich.

00:46:54: Sprecher 3 Hat ja prima geklappt.

00:46:56: Sprecher 1 Warum?

00:46:59: Sprecher 3 Wollt ich nur aus dem Konzept bringen, lass mich doch.

00:47:01: Sprecher 1 Deswegen hab ich vorhin mal überlegt, was sind so die wichtigsten Sachen, was kann man den Leuten irgendwie an die Hand geben, was sollte man beherzigen, wenn man jetzt selber vielleicht auch den Schritt in die Selbständigkeit geht und da einen kompletten Unternehmensauftritt braucht.

00:47:16: Sprecher 1 Und das Erste, was mir da eingefallen ist, was ganz, ganz oft falsch gemacht wird, also ich glaub, das ist so der Typo Fail Nummer 1, dass die Leute

00:47:25: Sprecher 1 zu viele Schriften verwenden, dass das so ein richtiges.

00:47:29: Sprecher 3 Ist 10 zu viel?

00:47:31: Sprecher 1 Zweitausender Powerpoint Puzzle ist ja, das ist zu viel, Flo, 5 zu viel, fünfeinhalb, zu viel.

00:47:39: Sprecher 1 Also man sagt eigentlich, also wenn du jetzt 5 verschiedene Schriften hättest, dann wäre das, als ob 5 Leute gleichzeitig reden.

00:47:47: Sprecher 1 Das ist einfach nur Chaos, das ist ganz furchtbar, das ist wie durcheinander quatschen.

00:47:52: Sprecher 1 Wenn du

00:47:53: Sprecher 1 sich entscheiden muss, dann würd ich sagen, so ja, in der Regel 2 Schriften, maximal 2 Schriftfamilien.

00:48:01: Sprecher 1 Das heißt, ich würde zum Beispiel für die Überschriften eine Schrift wählen, die vielleicht ein bisschen auffälliger, die ein bisschen markanter ist, wo ich nicht so viel Text drin setze und für den Fließtext dann irgendwas, was dazu passt und sehr leserlich ist.

00:48:17: Sprecher 3 O.

00:48:18: Sprecher 3 K., dazu eine Frage,

00:48:20: Sprecher 3 dazu passt, was heißt das genau, muss ich ein Kontrast haben?

00:48:23: Sprecher 1 Ja, das wär gut.

00:48:24: Sprecher 1 Also, wenn man Schriften mischt, dann sollten die sich nicht zu ähnlich sein, weil dann sieht es einfach aus wie ein Fehler.

00:48:32: Sprecher 1 Entweder ich nehm eine Schriftfamilie und mach dann zum Beispiel die Überschrift einfach fett.

00:48:38: Sprecher 1 Also ich würd die Bolt setzen und den Fließtext in so einem Regular Schnitt, also etwas dünner und dann hab ich vielleicht noch

00:48:46: Sprecher 1 ja, einen weiteren Schriftschnitt für irgendwelche Zwischenüberschriften, dass man da irgendwie noch auf so einen, so eine Medium Variante oder sowas übergreift oder auf so ein Introtext, den man dann in so einer Medium Variante setzt.

00:48:57: Sprecher 1 Aber auch da sollte man nicht zu sehr eskalieren, also nicht zu viele Schriftschnitte verwenden, weil manche Schriftfamilien haben 30 davon, ne.

00:49:05: Sprecher 1 Also da sollte ich dann halt auch nicht zu viel Chaos verbreiten, aber so mit 2 Familien macht man

00:49:12: Sprecher 1 Pro Design eigentlich nichts verkehrt.

00:49:14: Sprecher 1 Und was häufig so ein Klassiker ist, wir nehmen irgendeine zum Beispiel Serifenschrift für die Überschriften und eine serifenlose Schrift für den Text.

00:49:25: Sprecher 1 Das ist was, das hat Kontrast, das ist sich nicht zu ähnlich.

00:49:29: Sprecher 1 Aber wenn du jetzt anfängst mit 2 serifenlosen Schriften, die ne sich nur minimal unterscheiden, dann das Quatsch.

00:49:35: Sprecher 1 Also da kann ich auch direkt eine

00:49:39: Sprecher 1 eine Schriftfamilie nehmen und die einfach in unterschiedlichen Schriftschnitten setzen.

00:49:42: Sprecher 3 Muss das die aus meinem Logo sein?

00:49:44: Sprecher 1 Nee, nicht zwingend, nicht zwingend, nee.

00:49:46: Sprecher 1 Also das ist häufig ganz schön, wenn du diesen Wiedererkennungswert hast.

00:49:50: Sprecher 1 Aber jetzt zum Beispiel, wir sind gegenüber direkt Teekanne.

00:49:53: Sprecher 1 Wenn du jetzt mal überlegst, was die für eine Schrift haben, unpraktisch.

00:49:59: Sprecher 1 Wenn du jetzt anfängst, alles mit dieser ja leicht geschwungenen, pinselartig

00:50:04: Sprecher 1 angehauchten, japanische Kalligraphie, doch sehr auffälligen Typografie zu setzen.

00:50:10: Sprecher 1 Ja, also ist manchmal ganz schön, ich würd sagen, kommt so ein bisschen auf dein Logo an.

00:50:15: Sprecher 1 Wenn du ein sehr typografisches Logo hast, dann macht es unter Umständen Sinn, das mitzunehmen.

00:50:22: Sprecher 1 Aber das ist kein Muss, würd ich behaupten, weil manche Logos, die sind wirklich so auffällig, in so krassen Schriften gesetzt.

00:50:29: Sprecher 1 Ja, das kannst du immer mal wieder aufgreifen, so als Stilelement, aber da würd ich jetzt keinen

00:50:34: Sprecher 1 keine Überschriften, Schrift oder Fließtext draus machen wollen.

00:50:39: Sprecher 1 Was ich auch noch mir aufgeschrieben habe, ist dass Hierarchie existieren sollte.

00:50:48: Sprecher 1 Das ist halt auch ein typischer Fehler, dass halt keine Hierarchie vorhanden ist.

00:50:51: Sprecher 1 Das ist das, was du gerade auch bei der Website meintest, alles ist gleich,

00:50:56: Sprecher 1 wir haben da keinen Rhythmus irgendwie drin, ne.

00:50:58: Sprecher 1 Also man hat ja häufig dann so eine H1, die ein bisschen größer und auffälliger ist.

00:51:02: Sprecher 1 Man hat eine H2, die so die Zwischenüberschriften ja einnimmt und ein Fließtext, der sich dann noch mal abgrenzt.

00:51:12: Sprecher 1 Also du hast, du leitest denjenigen, der sich das anguckt, der das liest, ja auch anhand der Typografie und wie sie gestylt ist, durch so ein Magazin zum Beispiel oder durch ein Artikel, dass die Leute auch Spaß haben, das zu lesen.

00:51:25: Sprecher 1 Und ja, deswegen sollte man nicht alles gleich gestalten, weil es dadurch auch einfach gleich wichtig wird.

00:51:31: Sprecher 1 So ein Button, so ein, so eine, so ein Call to Action, der sollte sich halt schon irgendwie noch durch die Gestaltung hervorheben, zum Beispiel.

00:51:41: Sprecher 1 Ne, aber ist jetzt nur eine Kleinigkeit.

00:51:45: Sprecher 1 Bei 3 steht bei mir: Lesbarkeit vor Stil.

00:51:48: Sprecher 3 Schlagschatten auf die 1, Comic Sense.

00:51:53: Sprecher 1 Lesbarkeit vor Stil.

00:51:55: Sprecher 1 auch bei hier Anzeigen.

00:51:58: Sprecher 1 Ja, Anzeigen und Untertiteln.

00:52:01: Sprecher 1 Nein, ich komm nicht drauf.

00:52:02: Sprecher 2 Logos, nein, Büchern, nein, Kindle, Pepper, White.

00:52:07: Sprecher 1 Hier so, wo schneidet man so Buchstaben aus?

00:52:10: Sprecher 3 Erpresserbriefe.

00:52:10: Sprecher 1 Aha, ja genau, die waren es.

00:52:13: Sprecher 1 Boah, also wir hatten den Joke.

00:52:16: Sprecher 3 In der Originalaufnahme und das hat, der war so gut, nur nach dem vierten Mal wollte ich den jetzt eigentlich echt nicht bringen.

00:52:22: Sprecher 1 Doch, der muss mit rein.

00:52:24: Sprecher 1 Erpresserbriefe, auch da zählt Lesbarkeit, sonst.

00:52:26: Sprecher 3 Kommst du nicht zum Ziel.

00:52:28: Sprecher 3 Erkennbarkeit würd ich da nie, nie, wenn die dich erkennen, bist du, dann hast du ein Problem.

00:52:33: Sprecher 3 Ja, O.

00:52:35: Sprecher 2 K., also keine Erpresser.

00:52:36: Sprecher 1 Fingerabdrücke sind dann vielleicht auf der 1 und Lesbarkeit auf der 2.

00:52:39: Sprecher 1 keine Fingerabdrücke hinterlassen und dann an Lesbarkeit denken.

00:52:43: Sprecher 1 Ja, Lesbarkeit ist tatsächlich wichtig, schlägt für mich alles, wie gesagt, du solltest den Leuten

00:52:51: Sprecher 1 du solltest Respekt vor den Lesenden haben.

00:52:53: Sprecher 1 Ich glaub, das trifft es am besten.

00:52:54: Sprecher 1 Denk an die Leute, von denen du etwas willst.

00:52:58: Sprecher 1 Zu wenig Kontrast ist häufig auch so 'n Ding, ist manchmal hübsch, ja, liest aber keiner.

00:53:05: Sprecher 1 Mal abgesehen von Farbe, wird halt der Kontrast zum Beispiel auch darüber bestimmt, wenn du sehr, wenn du sehr feine Schriften oder so hast.

00:53:15: Sprecher 1 Der Abstand wird auch dazu beitragen,

00:53:19: Sprecher 1 Also ich find auch da ist wichtiger, dass du auf den Kontrast achtest, dass du auf die Lesbarkeit achtest, als dass du irgendeine besondere tolle Schriftart wählst.

00:53:29: Sprecher 1 Zu enger oder zu weiter Zeilenabstand, das ist meine Nummer 5.

00:53:34: Sprecher 1 Wenn du zu engen Zeilenabstand hast, also ich glaub der normale, der so voreingestellt ist, der liegt irgendwie bei 120%,

00:53:47: Sprecher 1 dann, also wenn du zu engen Zeichenabstand hast, dann hast du in der Regel, wenn du liest, so den Eindruck, das ist wie so eine Textwand vor dir und wenn du zu weiten Zeilenabstand hast, dann verliert das Auge den Anschluss und das auch nicht günstig, weil dann haben die Leute auch keinen Bock mehr, das zu lesen.

00:54:02: Sprecher 1 Also wenn man anfängt, irgendwie so ein Text auf der Website oder so zu setzen, dann sollten wir oder auch in so einem Magazin in einem.

00:54:08: Sprecher 1 Brief, in einem Geschäftsbrief, egal wo, dann sollten wir irgendwo zwischen 120 und 150% sein.

00:54:15: Sprecher 1 In so einem Word-Dokument würde ich nicht mehr machen als diesen 1,5 Zeilenabstand.

00:54:22: Sprecher 1 Das Gleiche gilt für die Spaltenbreite.

00:54:25: Sprecher 1 Also, wenn du zu lange Zeilen hast, Zeilenlänge, dann hat auch keiner Bock mehr, das zu lesen.

00:54:30: Sprecher 3 Nee, das ist ganz schlimm, das.

00:54:31: Sprecher 1 Sollte man auch aufpassen, weil dann verliert das Auge ebenfalls die Orientierung.

00:54:37: Sprecher 3 Das ist ganz schlimm, vor allen Dingen, wenn du irgendwie 100% Breite und dann hast du irgendwie so einen 27 Zoll Monitor und dann musst du den Kopf so drehen, damit du alles lesen kannst.

00:54:45: Sprecher 3 Das ist das nicht schön.

00:54:46: Sprecher 1 Was auch nicht toll ist, was ich auch mal wieder sehe, so ungünstige Zeilenumbrüche.

00:54:54: Sprecher 1 Also, wenn Wörter da umbrechen, wo sie eigentlich nicht umbrechen sollten.

00:54:58: Sprecher 3 Oder Zeilen auf Seiten sind, wo sie nicht hingehören, ********* wenn man jetzt.

00:55:05: Sprecher 2 Bei so Magazinen oder sowas, aber da wird das doch schon auch viel gemacht, wenn die so gelayoutet sind, dass jetzt zum Beispiel so 'n Text um so 'n rundes Bild, rundes Objekt sich so rum dingst, dass dann halt oft irgendwie so Wörter halt abgeschnitten werden müssen, damit halt einfach eben diese Kurve nachgezeichnet wird und so.

00:55:24: Sprecher 2 Also ich hatte das früher mal bei der T.

00:55:25: Sprecher 2 V.

00:55:25: Sprecher 2 Movie, das Magazin, was wir übrigens zu Hause immer abonniert hatten und da gab es das ganz oft, aber auf der letzten Seite immer die 10 Dinge, die sie wissen sollten über

00:55:34: Sprecher 2 und da waren dann halt immer irgendwelche random Sachen und da war das ganz oft so, dass das dann immer so gelayoutet war, wo das dann da irgendwie und da ist mir ganz oft aufgefallen, dass da Wörter wirklich so an so absurden Stellen irgendwie dann mit so einem Bindestrich dann Gedings oder das musste dann halt in dem Moment dann irgendwie.

00:55:48: Sprecher 1 Das das nimmt man dann in solchen Sachen.

00:55:49: Sprecher 1 Also wenn du anfängst, hier schon mehr oder weniger Formenillustrationen mit Typografie zu erzeugen, klar, dann geht es manchmal nicht anders, dann willst du aber in dem Moment auch vor allem

00:56:03: Sprecher 1 dieses Konstrukt erschaffen und die Typografie rutscht in den Hintergrund.

00:56:06: Sprecher 1 Wo man das aber oft hat und wo man es vermeiden sollte, ist beim Blocksatz, klassischer Blocksatz, seh ich immer wieder, dass Leute da einfach nicht zu in der Lage sind, den anständig zu gestalten.

00:56:18: Sprecher 1 Wenn man keinen Blocksatz kann, dann sollte man es einfach lassen, muss ich ganz ehrlich sagen, weil du hast ganz oft dann irgendwelche riesen Lücken, die da entstehen und

00:56:27: Sprecher 1 das lässt das super schnell richtig, richtig unprofessionell wirken.

00:56:32: Sprecher 1 Also bei Blocksatz, das ist wirklich was für kann ich und das kannst du halt auch nicht mit jedem Programm so ohne weiteres umsetzen.

00:56:40: Sprecher 1 So dieser Auto Blocksatz, diese Autoeinstellung da bei Word, die es manchmal gibt.

00:56:47: Sprecher 1 da hast du halt einfach auch nicht so viele Möglichkeiten und Freiheiten, dass es am Ende anständig ist.

00:56:50: Sprecher 2 Manchmal sind die Buchstaben ganz weit auseinander, manchmal sind die Wörter ganz weit auseinander, irgendwie nicht so richtig, wo da die Regel ist, kann man das einstellen oder nicht, manchmal ist es so, manchmal ist.

00:56:57: Sprecher 1 Es so, genau, das sollte halt eben nicht so sein und bei InDesign zum Beispiel, also bei Profi Layout Programmen, da kannst du es halt einstellen, dass es halt nicht so aussieht und da kannst du es beeinflussen und teilweise musst du dann aber auch in der Zeile selber Einstellungen treffen, damit es überhaupt am Ende vernünftig aussieht.

00:57:15: Sprecher 1 Also

00:57:15: Sprecher 1 Blocksatz ist schon was, das Zeit kostet.

00:57:18: Sprecher 1 Ja, das aufwendig ist, wenn man es gut machen will.

00:57:22: Sprecher 1 Ansonsten sollte man da wirklich die Finger von lassen.

00:57:27: Sprecher 1 Punkt 8 hab ich, meine Güte, ich hab 10, ich hab 10 Punkte, die 10 Gebote der Jenny, die man beachten sollte, wenn man O.

00:57:36: Sprecher 1 K.

00:57:36: Sprecher 1 Ja, ganz, ganz wichtig auch, wenn du eine Typo auswählst, dann musst du immer gucken, ob der Zeichensatz vollständig ist.

00:57:44: Sprecher 3 Soll, gibt nichts Schlimmeres, als wenn du merkst, dass Umlaute fehlen.

00:57:47: Sprecher 1 Ja, oder wenn so 'n scharfes S.

00:57:49: Sprecher 1 nicht dargestellt werden kann, beziehungsweise 'n scharfes S.

00:57:52: Sprecher 1 dargestellt werden kann, weil das Fragezeichen nicht aussieht, wie es aussehen sollte.

00:57:56: Sprecher 1 Ja, das ist, das ist ganz schmerzhaft, wenn man das erst feststellt, nachdem man alles in diesem Projekt schon fertig hat.

00:58:02: Sprecher 2 Find ich aber auch immer richtig enttäuschend, wenn man irgendwie so 'ne Schriftart hat oder sowas und die hat dann kein Fragezeichen und man denkt sich so, ja, O.

00:58:09: Sprecher 2 K., so ist auch 'n Statement.

00:58:10: Sprecher 2 So, ja, ich mein, so keine,

00:58:13: Sprecher 2 kein S.

00:58:13: Sprecher 2 Z.

00:58:14: Sprecher 2 oder sowas.

00:58:14: Sprecher 2 O.

00:58:15: Sprecher 2 K., aber so ein Fragezeichen wär schon irgendwie angebracht, oder?

00:58:19: Sprecher 1 Ja, sollte, sollte das Minimum sein, aber ist es leider oft nicht.

00:58:21: Sprecher 1 Deswegen immer ganzen Zeichensatz prüfen, bevor man sich auf irgendeine Schrift festlegt.

00:58:27: Sprecher 1 Meine 9, die ist der Schriftcharakter sollte zum Markt passen.

00:58:32: Sprecher 1 Also das ist im Prinzip das, was wir ganz am Anfang hatten.

00:58:34: Sprecher 1 Du solltest halt gucken, dass die

00:58:36: Sprecher 1 Typo, die du wählst, dass die Schriftfamilie, die du zum Beispiel fürs Logo wählst, zu deiner Marke passt, weil sonst ist es halt super unauthentisch.

00:58:47: Sprecher 1 Und meine 10 Effekte, da lassen wir die Finger von.

00:58:53: Sprecher 3 Außer und den platzier ich jetzt noch, du machst das, um deine Story zu unterschreiben, unterstreichen, nicht unterschreiben, unterstreichen und zwar mein Buchtipp 'House of Leaves'.

00:59:06: Sprecher 1 Ja, aber ja, House of Leaves, ja.

00:59:09: Sprecher 3 Ist halt, ist halt ein geiles Buch.

00:59:12: Sprecher 1 Für alle, die das nicht kennen, das hat Flo mir empfohlen.

00:59:16: Sprecher 1 Ich hab es noch nicht gelesen, aber ich hab es mittlerweile zu Hause im Regal stehen und ich hab es mal aufgeschlagen.

00:59:21: Sprecher 1 Da, ja, das ist total crazy.

00:59:23: Sprecher 1 Also, da wird ganz, ganz viel mit Typografie gemacht, aber das würde ich nicht unbedingt als Effekt.

00:59:31: Sprecher 3 Dann bist du noch nicht weit genug.

00:59:33: Sprecher 1 Haben die auch, haben die auch so Outlines und Glow und Schlagschatten und 3D oder haben die einfach nur?

00:59:38: Sprecher 2 Wenn du an der Stelle bist, dann direkt das Buch zu, die.

00:59:44: Sprecher 3 Haben aber dann mit der Typografie gezeichnet und was halt.

00:59:47: Sprecher 1 Ja, aber das ist was anderes.

00:59:49: Sprecher 1 Ich mein, dieses Typische, was man früher in einer Powerpoint-Präsentation gesehen hat, wenn man noch mal irgendwas so richtig hervorheben wollte, dass man dem Ganzen einfach noch mal so ein 3D-Look verpasst hat und weil das nicht gereicht hat, hat man mal ein Schlagschatten drunter gehauen und dann am besten jeden Buchstaben noch in einer Farbe.

01:00:03: Sprecher 1 das tut man nicht.

01:00:04: Sprecher 1 Also, wenn man anfängt, um irgendwas retten zu wollen, um Unterscheidungen zu zu treffen, da irgendwelche Effekte reinbastelt, also es geht meistens nach hinten los.

01:00:14: Sprecher 1 Das ist nee, nee, wie ich will mich jetzt hier auch nicht in Rage.

01:00:18: Sprecher 2 Also, ich finde ja, und ich unterschreibe alle 10 von deinen Geboten, aber ich finde, was mal wichtig ist dazu zu sagen, jetzt einfach so rein aus dem Design Bereich mäßig.

01:00:30: Sprecher 2 Also, ich finde,

01:00:33: Sprecher 2 wenn das irgendwie gut platziert ist oder irgendwie was Besonderes, noch so ein Touch gibt oder sowas, find ich, kann man sowohl Schlagschatten als auch 3 D.

01:00:42: Sprecher 2 Effekte oder Glow oder sowas machen.

01:00:44: Sprecher 2 Also ein bisschen wie, wie zum Beispiel, wenn man so ein ein Möbelstück hat, was sehr so ein Holzbranding, ja, oder was einfach irgendwie sehr, sehr für sich alleinstehend ist.

01:00:54: Sprecher 2 So, dann stellt man das ja nicht eben in den Raum mit ganz vielen Möbeln, weil dann wirkt es einfach irgendwie kuddelmuddel und oll, aber man

01:01:02: Sprecher 2 kann dann zum Beispiel dieses alte bisschen eigene für sich specialige Möbelstück eben in den Raum stellen, der an sich minimalistisch ist.

01:01:09: Sprecher 2 Und wenn man jetzt zum Beispiel irgendwie so 'ne Schrift oder sowas hat, die sehr minimalistisch ist und es ist alles sehr ne, irgendwie nicht so doll und dann hat man aber eben so so 'ne Überschrift oder irgendwie so 'n so 'n Highlight Text und der hat dann irgendwie so 'n 3D Effekt.

01:01:22: Sprecher 2 Also ich find das kann schon auch cool und Designdesigner.

01:01:24: Sprecher 2 Also es ist nicht pauschal, 3D Schatten, welche mit die

01:01:29: Sprecher 2 Viecher, sondern eher so was.

01:01:30: Sprecher 2 Also ich finde voll abhängig, ich hab auch schon tolle Designs gesehen, wo die 3 D Effekt hatten.

01:01:34: Sprecher 1 So ja, also ich glaube, da muss man halt so ein bisschen unterscheiden, wo wir sind, wenn du bei so einem bei so einem Plakat bis für irgendeinen für irgendein cooles Musikfestival oder so, da gelten halt andere Regeln als wenn du die Hausschrift für dein Unternehmen wählst und ein Website Text hast und da anfängst, die Hälfte mit Schlagschatten zu hinterlegen.

01:01:58: Sprecher 1 Ne, also alles, das ist genau wie Comicstanz, die hat auch irgendwo ihre Daseinsberechtigung.

01:02:03: Sprecher 1 Ich will das jetzt nicht komplett ausschließen, ich will nur nicht, dass die Leute hingehen und den nächsten Geschäftsbrief mit Glow und Schlagschatten und Outlines und was gibt es noch, 3 D.

01:02:15: Sprecher 1 Effekt setzen.

01:02:16: Sprecher 1 Also wenn das am Ende aussieht wie so eine PowerPoint Präsentation aus den Anfang Zweitausendern, dann muss das entweder sehr gewollt sein oder es ist falsch.

01:02:29: Sprecher 1 Also ich glaub, das können wir festhalten.

01:02:31: Sprecher 1 Habt ihr denn noch irgendwas, was ich vergessen hab, was ihr noch so im Kopf habt, was wir erwähnen sollten?

01:02:36: Sprecher 3 Jenny, ich bin ein bisschen überfordert.

01:02:38: Sprecher 3 Wir reden jetzt seit einer Stunde über Typografie und man merkt, dass dir das Spaß macht.

01:02:44: Sprecher 3 Ich weiß nicht, ob das anderen Leuten Spaß macht.

01:02:46: Sprecher 1 Macht es dir denn Spaß?

01:02:47: Sprecher 3 Mir macht es Spaß, ich, ich hab Spaß.

01:02:50: Sprecher 3 Nee, also Typografie ist halt cool.

01:02:52: Sprecher 3 Ich, ich find es halt gut, wenn es so als

01:02:55: Sprecher 3 Werkzeug so benutzt wird, wenn wenn es verstanden wird als Werkzeug, wenn wenn Leute das einfach nur, ja so Speisekarten sind halt wirklich nicht schön, ne, wenn dann diese Clipart Grafiken und so, sondern das sowas kann man halt alles schöner lösen, zum Beispiel wie in dem Buch, wo dann unterschiedliche

01:03:17: Sprecher 3 Personen eigene Typografie haben, was dann auf die Persönlichkeit zurückgeht.

01:03:21: Sprecher 1 Und das haben wir vorhin gar nicht erklärt.

01:03:22: Sprecher 3 Genau deswegen hab ich das jetzt gerade noch mal angebracht, damit die Leute auch checken, warum dieses Buch so spannend ist.

01:03:30: Sprecher 1 Also House of Leaves, das ist die absolute Leseempfehlung von Flo zum, ich werde berichten, ob sich es gelohnt hat, Tipp der Redaktion.

01:03:39: Sprecher 3 Aber machen wir mal ganz kurz, also jetzt nicht wieder

01:03:44: Sprecher 3 10 Gebote, dafür haben wir keine Zeit, mach 3 draus oder mach 3 draus und dann hab ich noch ein Fun Fact und dann ist vorbei.

01:03:51: Sprecher 1 Also ich glaub, die 3 Sachen, die man sich auf jeden Fall merken sollte, ist dass man also dass Typografie selber, die Wahl der Schrift, das ist die die Stimme der Marke, das ist die Botschaft, die du irgendwie nach außen trägst, deswegen solltest du weise wählen,

01:04:07: Sprecher 1 die zweite Sache ist Lesbarkeit und Konsistenz.

01:04:12: Sprecher 1 Lesbarkeit über alles, ja, ist wichtiger als irgend 'ne besondere Schrift.

01:04:18: Sprecher 1 Und das Dritte ist, glaub ich, dass man ja das als, also dass man Typografie als 'n komplettes System betrachten sollte, was aus Zeilenabständen, Laufweite,

01:04:30: Sprecher 1 Hierarchien besteht und nicht irgendwie eine Einzelentscheidung ist, sondern dass man das Gesamtkonzept irgendwie aufeinander abstimmen sollte, dass erst dann eine Runde Nummer daraus wird und die entscheidet dann halt am Ende darüber, um jetzt noch mal den Bogen zum Anfang zurückzuschlagen, wie glaubwürdig und professionell dein Auftritt am Ende ist.

01:04:52: Sprecher 1 Ihr seht immer noch aus, als hättet ihr Fragezeichen.

01:04:55: Sprecher 3 Danke für diese Zusammenfassung.

01:04:57: Sprecher 3 Ich hab jetzt gerade noch 2 Fun Facts, weil der eine ist halt auch

01:05:00: Sprecher 3 den Bach runtergegangen.

01:05:01: Sprecher 3 Wir waren ja so Typo Naivlinge vor dieser Folge.

01:05:05: Sprecher 3 Unsere werte Kollegin I.

01:05:09: Sprecher 3 J., die ihre Wurzeln in Asien hat, die Taiwan, genau, die hat mir gezeigt, wie das halt in ihrer Sprache aussieht mit unterschiedlichen Typografien, weil ich dachte so immer so, ja, die sehen halt alle gleich aus, aber die sehen halt alle gleich aus, weil es die Form ganz generell ist.

01:05:28: Sprecher 3 und die Comic Sans, hab ich gesehen, ja, die haben so ganz, die haben auch so ganz subtile Änderungen.

01:05:34: Sprecher 3 Ich glaub, die sind oft nicht ganz so krass wie bei uns, weil du durch diese filigranen Zeichen dann halt auch ein bisschen schwieriger hast, weil dann zum Beispiel Punzen verschwinden, ne.

01:05:44: Sprecher 3 Aber die hat dann erklärt, so dass zum Beispiel, wenn das so ein bisschen runder ist, dass das dann irgendwie süß wirkt und so.

01:05:50: Sprecher 3 Das fand ich, das war schon ein cooler Einblick, so.

01:05:54: Sprecher 1 Weil man sich da so irgendwie auch nicht drüber.

01:05:55: Sprecher 3 Nachgedacht, nee, da denkt man so sonst halt einfach nicht so richtig viel drüber nach, ne.

01:06:01: Sprecher 3 Und das andere Ding, was ich unbedingt erzählen wollte, hat mit Typografie nur semimäßig zu tun, aber der Typ hätte sich sicherlich mehr Auswahl gewünscht.

01:06:11: Sprecher 3 Kennt ihr diesen ersten Beschwerdebrief der Menschheit, da hat so ein Typ, ich glaub, das steht irgendwo in London in einem Museum, das ist einfach so ein Steinblock

01:06:20: Sprecher 3 und da hat sich einer über eine Kupferlieferung so doll beschwert, dass er irgendwie 2 Wochen lang in so ein Stein die Beschwerde reingehämmert hat und die dann zurückgeschickt.

01:06:29: Sprecher 3 Ich mein, wie ****** muss sein, dass er sich die Mühe gemacht hat.

01:06:38: Sprecher 3 Ja, da hat er bestimmt sich gefreut, wenn er einfach ein Bolt hätte schreiben können.

01:06:42: Sprecher 2 Der Welt erste Beschwerdebrief.

01:06:44: Sprecher 2 Ja, aber ich glaub, wir.

01:06:45: Sprecher 1 Haben es damit auch, ne.

01:06:47: Sprecher 3 Ja, deswegen tschüss.

01:06:51: Sprecher 2 Das war toll.

01:06:52: Sprecher 1 Vielleicht noch abschließend, also ganz kurz, was mir noch so am Herzen liegt, wir machen noch mal irgendwie was fertig, ne, wo man das nachlesen kann.

01:07:01: Sprecher 3 Ja, schreiben und auf unseren Social Media Kanälen, die jetzt nicht mehr sterben und es kommt irgendwann auch ein Schröder Video, irgendwann.

01:07:10: Sprecher 1 Und was mich wirklich freuen würde, ist, wenn wir so ein paar Marken zusammenkriegen, die wir mal in Comicstun setzen, einfach so.

01:07:16: Sprecher 3 Und jetzt spielen wir ein Jingle ein.

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